Handballer konnten nicht spielen, weil das Dach der St. Pöltner Prandtauerhalle undicht ist – jetzt tobt ein Streit um die Sanierung.
Eigentlich sollte eine Halle die Sportler ja vor den Unbilden des Wetters schützen. Im Fall der Prandtauerhalle in der Landeshauptstadt kann davon aber keine Rede mehr sein. Als am Wochenende Regen vom Himmel prasselte, mussten Handballer schon vor dem Anpfiff das Spielfeld wieder räumen – denn in der Halle prasselte das Wasser ebenso wie im Freien zu Boden.
Schäden längst bekannt
„Der schlechte bauliche Zustand der Prandtauerhalle ist seit Jahren bekannt“, wettert Florian Krumböck. Der ÖVP-Klubobmann im St. Pöltner Gemeinderat forderte denn auch am Montag mittels Dringlichkeitsantrag die „unverzügliche Wiederherstellung der Benutzbarkeit“ der Halle. Was von der SPÖ-Mehrheit abgeschmettert wurde.
Dass in einer Landeshauptstadt Sportveranstaltungen wegen Wassereintritts abgesagt werden müssen, ist ein Armutszeugnis.
Florian Krumböck, Klubobmann der ÖVP-St. Pölten
Bild: VP St. Pölten/Klammer
Wer ist zuständig?
Tatsächlich wird die Verantwortung für die Sanierung der Halle zwischen Stadt und Land hin- und hergeschoben. Vizebürgermeister Harald Ludwig stellt die Besitzverhältnisse klar: „Das Land ist Eigentümer, die Bildungsdirektion hat das Nutzungsrecht.“ Denn die Prandtauerhalle ist vormittags Turnsaal der Schule für Elementarpädagogik. Nachmittags sporteln darin St. Pöltner Vereine. Dadurch sieht sich wiederum Krumböck bestätigt: „Es ist nicht so, dass die Stadt keine Verantwortung hätte.“
Die Problematik des Daches der Prandtauerhalle ist seit vielen Jahren bekannt. Das Nutzungsrecht liegt bei der Bildungsdirektion.
Harald Ludwig, SPÖ-Vizebürgermeister von St. Pölten
Bild: SPÖ
Wird wohl länger dauern
Zuletzt hieß es, der Hallenumbau erfolge mit dem geplanten Umbau der Schule – doch für diesen fehlt ein Okay aus dem Finanzministerium. Und das könnt in Zeiten wie diesen wohl noch länger so bleiben . . .
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