Finanzspritze

Vorarlbergs Nahversorger nicht verhungern lassen

Vorarlberg
01.04.2025 17:45

Eine Finanzspritze des Landes Vorarlberg stellt sicher, dass auch in kleinen Gemeinden zumindest ein Lebensmittelgeschäft überlebt.

Der Strukturwandel im Lebensmittelhandel hat unmittelbare Folgen für das Leben in ländlicheren Regionen: Oft fungieren gerade diese Läden als soziale Treffpunkte, an denen sich die Bürger und Bürgerinnen austauschen und am dörflichen Leben teilhaben können. Zudem ist es für Menschen mit eingeschränkter Mobilität – davon sind meist ältere und alte Menschen betroffen – essenziell, sich in der unmittelbaren Umgebung zumindest mit dem Notwendigsten versorgen zu können, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein. Nun hat sich seit dem Jahr 1970 in Vorarlberg die Zahl der Lebensmittelgeschäfte halbiert – bei gleichzeitiger Verdopplung der Handelsflächen, soll heißen: Der kleine Greißler ums Eck ist passé, dafür entstehen immer größere Supermärkte.

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Wir wollen den 96 Gemeinden Vorarlbergs keinen zentral entwickelten Masterplan überstülpen.

Landesrat marco Tittler (ÖVP)

49 Läden werden derzeit unterstützt
Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und eine intakte Nahversorgung sicherzustellen, unterstützt das Land entsprechende Läden finanziell. Insgesamt sind es 49 Lebensmittel-Geschäfte, die derzeit eine sogenannte Nahversorger-Förderung erhalten. Mit der Finanzspritze werden Betriebs- und Investitionskosten sowie Zustelldienste unterstützt. Im Jahr 2024 wurden dafür 1,58 Millionen Euro investiert. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) berichtete am Dienstag, dass für das laufende Jahr eine ähnliche Summe vorgesehen ist.

Unterstützt werden auch Vereine, die sich für ein lebendiges Dorfleben einsetzen. So erhält etwa der Verein für dörfliche Lebensqualität und Nahversorgung 40.000 Euro Förderung. Die 21 Wirtschafts- und Werbegemeinschaften des Landes, die Marketing zur Stärkung der Orts- bzw. Stadtzentren betreiben, werden ebenfalls bedacht – mit 360.000 Euro.

Übergeordnetes Ziel all dieser Bemühungen ist die Stärkung der Ortskerne. Landesrat Marco Tittler betonte in diesem Zusammenhang, dass man den 96 Gemeinden keinen zentralen Masterplan überstülpen wolle, sondern lieber kleinteilige, regional abgestimmte Maßnahmen fördere.

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