Die Kulturhauptstadt im Salzkammergut „hinterlässt“ Foto-Points, ein Handwerkshaus und auch Museen. Das Sudhaus in Bad Ischl soll ebenfalls weiterentwickelt werden – noch wird darüber diskutiert. Und man streckt die Fühler Richtung Südböhmen aus: Budweis wird 2028 Kulturhauptstadt sein.
Die Kulturhauptstadt in Bad Ischl und im Salzkammergut, die auf 824.518 Besuche kam, wird zwar abgewickelt, einiges aber bleibt sichtbar. Dazu gehört nicht nur der „Philosoph in Rückenlage“ in Traunkirchen. Das Handwerkshaus SCALA in Bad Goisern setzt weiterhin Impulse zwischen Handwerk und Design. Das „Hotel Austria – Museum der Stadt Bad Ischl“ und die Lehár Villa starten jetzt mit April in ihre zweite Saison.
Neuer Raum für Geschichte der Region
Neu ist: Das Sudhaus, in dem die Hauptschau „Kunst mit Salz und Wasser“ untergebracht war, soll weiter für Kultur genützt werden. „Die Salinen Austria AG überlegt, in Zusammenarbeit mit Künstlern den momentan nicht genutzten Trakt zu revitalisieren. Die Idee ist, einen Willkommensraum über Salz, Wasser und Wald multimedial zu gestalten“, sagt Salinen-Chef Peter Untersperger. Man ist mit der Stadt noch in Diskussion.
Kaiserpark bleibt offen für zeitgenössische Kunst
Der Kaiserpark bleibt Ausstellungshotspot, ab 17. Mai präsentiert hier Erwin Wurm eine Mega-Werkschau. „Das Projekt zeigt, dass das Land OÖ mit Kunst und Kultur in die Regionen hinausgeht“, sagt Kulturdirektorin Margot Nazzal: „Ein Schwung aus der Kulturhauptstadt!“
Und Nazzal schaut nach vorne, sie hat bereits an Workshops in Budweis teilgenommen, denn die Stadt in Südböhmen wird 2028 Kulturhauptstadt sein. Oberösterreich will Budweis mit Know-how unterstützen und sich einklinken. „Südböhmen ist für uns ein wichtiger Partner. Wir sind für Projekte offen und jederzeit für Gespräche bereit.“
Ein großes Projekt zwischen Linz und Budweis
Es klingt weiter weg, als es ist: Das Jahr 2028 kommt rasch, und es bringt die nächste Kulturhauptstadt ins Einzugsgebiet von Oberösterreich. Budweis in Tschechien, 100 Kilometer von Linz entfernt, führt sie durch. „Wir planen viele Kooperationen mit unseren österreichischen Partnern“, sagt Geschäftsführerin Karolína Rachačová auf „Krone“-Anfrage.
Impulse für die Städte Europas
Man wird mit Linz und auch mit Bad Ischl kooperieren. „Und wir haben begonnen, ein Projekt mit dem Titel ,Ars Biologica’ vorzubereiten, das auf den Traditionen und Erfahrungen der Ars Electronica beruht und Forschungseinrichtungen aus Budweis mit Künstlern vernetzt.“
Laut Bid Book (Konzept der Kulturhauptstadt) hat sich Budweis die Klammer „(Perma)Culture“ gegeben, die umfassend zu verstehen ist. In einer Zeit der umwälzenden Veränderungen will Budweis zum Inspirationspool für Städte Europas werden.