52 Mal eingestiegen

Einbrecher sitzt pro Coup einen Monat lang

Oberösterreich
02.04.2025 07:00

Für jeden Coup muss ein Kosovare (42) einen Monat sitzen. 52 Mal hatte der vierfach vorbestrafte Anstreicher von September 2021 bis März 2022 mit seinem Bruder oder einem Freund im Mühlviertel und im Raum Graz Einbrüche begangen. Beim Prozess in Linz zeigte sich allerdings auch, dass der Versicherungsschutz eine sehr relative Angelegenheit sein kann.

Bei den vielen Coups sollen Gegenstände und Wertsachen im Gesamtwert von mehr als 370.000 Euro verschwunden sein. Dafür fasste der Täter am Dienstag beim Prozess in Linz nach 49 Minuten Verhandlungsdauer vier Jahre und vier Monate Haft aus – also exakt 52 Monate. Außerdem muss er 80.000 Euro an die Opfer zahlen – die sehen dieses Geld wohl nie.

Volles Geständnis trotz Erinnerungslücken
Der breitschultrige Serieneinbrecher hatte auf Anraten seines Verteidigers Manfred Arthofer zuvor ein volles Geständnis abgelegt, auch wenn er sich nicht mehr an jeden einzelnen Tatort erinnern konnte. Was auch kein Wunder war, immerhin war er im Tatzeitraum alkohol-, drogen- und spielsüchtig.

Zwei Goldbarren sind verschwunden
Dem Prozess verfolgten mehrere Geschädigte, die meisten aus Wartberg ob der Aist. Während bei der Mehrzahl der Schaden nur ein paar hundert Euro ausgemacht hatte, zahlte ein Unternehmer ganz besonders darauf. Ihm wurden ein Viertelkilo schwerer Goldbarren, ein 25 Gramm schwerer Barren und 15 Philharmoniker-Münzen aus dem Tresor gestohlen – 48.000 Euro Schaden!

Der Gauner erwischte auch zwei Goldbarren (Bild: Sparkasse OÖ)
Der Gauner erwischte auch zwei Goldbarren

Doch die Versicherung stieg aus, weil er seinen Wintergarten nicht abgesperrt und den Schüssel zum Safe in der Nähe des Schranks verwahrt hatte Und weil der Geschädigte die geerbten Barren und Münzen werden fotografiert hatte noch Rechnungen dazu besaß.

Seelisch belastend
Wie seelisch belastend ein Einbruch ist, zeigte sich auch bei Gesprächen nach dem Prozess. Eine Mühlviertlerin, bei der in vier Jahren dreimal eingebrochen worden war, sagte: „Ich fühl’ mich daheim schon lang nicht mehr sicher. Aber was soll ich tun? Ich kann doch nicht einfach mein haus verkaufen udn wegziehen.“ 

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