Nach geplatzter Konstituierung wurde in Waldviertler Granitstadt Schrems Geschichte geschrieben. Dort einigten sich ÖVP und FPÖ auf eine Koalition gegen die SPÖ und damit das Ende einer mehr als 100-jährigen roten Dominanz. Schrems bekommt damit als Bürgermeister einen ehemaligen Bauernbunddirektor.
Der 26. Jänner ließ in der Waldviertler SPÖ-Bastion Schrems die roten Nelken buchstäblich verwelken: In der einwohnerstärksten Stadt des Bezirks Gmünd wurde dort bei den Gemeinderatswahlen nach mehr als 100 Jahren roter Dominanz erstmals nicht die SPÖ, sondern die ÖVP Stimmenstärkster.
SPÖ weitgehend entmachtet
Bei gleicher Mandatszahl der beiden Parteien von je zwölf Sitzen gestalteten sich die Koalitionsverhandlungen spannend. Sie endeten damit, dass David Süss – er kündigte an, seinen Job als österreichischer ÖVP-Bauernbunddirektor für den Stadtchefsessel aufzugeben – mit der FPÖ eine Koalition und mit der Liste Prinz ein Arbeitsübereinkommen einging. Damit wurde die SPÖ auch weitgehend entmachtet.
100 Zuseher bei Gemeinderatssitzung
Bei der ersten konstituierenden Sitzung zogen die Roten aus dem Gemeinderat aus, womit abgebrochen werden musste. In Anwesenheit von rund 100 Zuschauern wurden jetzt Süss und FPÖ-Vizebürgermeister Franz Pichler mit 17 von 29 gewählt. Versöhnliche Wort folgten vom Neo-Stadtchef.
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