Betrifft Salzburg

Für ein Denkmal wird die Zeit knapp

Salzburg
02.04.2025 07:30

Zu den großen, unvollendeten Werken des Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Haslauer zählt die Reform des Föderalismus. Nun muss dazu gesagt werden, dass bisher wohl nur Eingeweihte von diesem ehrgeizigen Projekt gewusst haben konnten. Die meisten Menschen werden erst vor wenigen Tagen davon gehört haben. Aber Haslauer war immer schon für seine Diskretion in fremden und noch mehr in eigenen Sachen bekannt.

Jetzt aber sickerte Haslauers historische Idee von so etwas wie einer Staatsreform aus dem Chiemseehof. Der Landeshauptmann selbst erzählte es gleich nach der späten Entdeckung des Wiener Budgetlochs. Da sah man, was uns die schwarz-grüne Regierung hinterlassen hat. Oder besser gesagt, dass sie uns nichts hinterlassen hat.

Den Karrieren schadet so ein politisches Totaldesaster übrigens überhaupt nicht. Ex-Finanzminister Brunner wurde EU-Kommissar, Ex-Wirtschaftsminister Kocher wird Chef der Nationalbank und Ex-Kanzler Nehammer ist gestern zum neuen Direktor der Europäischen Investitionsbank nominiert worden. Da fragt man sich schon, warum Putin oder Trump Europa ernst nehmen sollen, wenn wir uns nicht einmal selbst ernst nehmen.

Sei’s drum, zurück zu Haslauer: Der will also jetzt nach zwölf Jahren im Amt in seinen letzten drei Monaten als Landeshauptmann eine der größten Reformen überhaupt beginnen. Bei allem Respekt, aber für den Bau seines Denkmals hätte er früher beginnen müssen.

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