Der Hollywoodstar Val Kilmer ist an einer Lungenentzündung gestorben. Das bestätigte seine Tochter der „New York Times“. Der 65-Jährige war vor allem für seine Rolle als Jet-Pilot in dem Actionfilm „Top Gun“ bekannt.
Bei Kilmer sei zudem im Jahr 2014 Kehlkopfkrebs diagnostiziert worden. Davon habe er sich aber weitesgehend erholt, ließ seine Tochter Mercedes Kilmer mitteilen.
Nach einer Chemotherapie und einer Luftröhrenoperation musste der Schauspieler eine Ersatzstimme zur Verständigung nutzen.
„Top Gun“-Rolle machte Kilmer zur Ikone
Kilmer begann als Bühnenschauspieler und wurde in den späten 1980er-Jahren durch seine Rollen in den Filmkomödien „Top Secret!“ und „Real Genius“ bekannt, bevor er die Rolle des Tom „Iceman“ Kazansky in dem Kassenschlager „Top Gun“ an der Seite von Tom Cruise übernahm.
Kilmer und Cruise als Kampfpilot Pete „Maverick“ Mitchell spielten erbitterte Konkurrenten, die sich bei riskanten Kampfflügen überbieten. 2022, mehr als 30 Jahre später, erschien mit „Top Gun: Maverick“ die Fortsetzung. Darin war auch Kilmers Figur Iceman an Krebs erkrankt und hatte seine Stimme verloren.
Die Szene mit dem krebskranken Iceman, der nach dem Verlust seiner Stimme Sätze auf dem Computer schreibt, zählte zu den berührendsten Momenten der „Top Gun“-Fortsetzung. Cruise erzählte in der Sendung von Talkmaster Jimmy Kimmel, dass er zu Tränen gerührt gewesen sei, mit seinem alten Freund zu drehen. „Er ist so ein brillanter Schauspieler und ich liebe seine Arbeit“, bescheinigte Cruise seinem Co-Star.
Hollywoods Topverdiener
Der US-Schauspieler zählte vor allem in den 80er- und 90er-Jahren zu Hollywoods Topverdienern. In dem Fantasykultfilm „Willow“ (1988) spielte er an der Seite der britischen Schauspielerin Joanne Whalley, die er kurz nach Drehende heiratete. Oliver Stone holte ihn 1991 für den Musikfilm „The Doors“ vor die Kamera. Darin verwandelte sich Kilmer in den legendären Sänger Jim Morrison.
In „Tombstone“ (1993) spielte er den Westernhelden Doc Holliday, in Joel Schumachers „Batman Forever“ (1995) schlüpfte er in den ikonischen Fledermausanzug. Mit der Filmlegende Marlon Brando drehte er 1996 „DNA – Die Insel des Dr. Moreau“.
Später erlitt der Schauspieler einen Karriereknick und trat eher in Low-Budget-Produktionen auf. 2022 hatte er in „Top Gun: Maverick“ einen Gastauftritt.
Berührende Doku
Kilmer war dafür bekannt, dass er sich mit seinen Regisseuren und Schauspielerkollegen am Set zerstritt. Joel Schumacher, der ihn in „Batman Forever“ inszenierte, sagte: „Ich bete, dass ich nie wieder mit Kilmer zusammenarbeite ... wir hatten zwei Wochen, in denen er nicht mit mir gesprochen hat.“
In der Doku „Val“ blickte er 2021 auf sein Leben zurück – sichtbar angeschlagen von seiner Krebsbehandlung. In einer Szene spricht er mit krächzender, kaum verständlicher Stimme. Sein Sohn Jack aus der geschiedenen Ehe mit Whalley (1989 bis 1996) fungierte daher als Erzähler.
Kilmer hinterlässt neben Sohn Jack auch noch Tochter Mercedes. Er starb am Dienstag in Los Angeles.
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