EZB-Chefin Lagarde:

Europa darf Anschluss bei KI nicht verlieren

Web
02.04.2025 07:24

EZB-Präsidentin Christine Lagarde macht sich für ein technologiefreundlicheres Klima in Europa stark, um beim Thema Künstlicher Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren. Sie verwies auf Schätzungen, nach denen die Produktivität um 1,5 Prozentpunkte jährlich schneller zunehmen könnte, sollte sich KI in den nächsten zehn Jahren in der Wirtschaft großflächig ausbreiten.

Effekte durch KI seien bereits in Bereichen wie dem US-Technologiesektor zu erkennen, wo die Produktivität steige, während die Beschäftigung sinke, sagte Lagarde am Dienstag auf einer Konferenz in Frankfurt. Zwar stecke man immer noch in der ersten Phase der Entwicklung und die Schätzungen zu den Auswirkungen auf die Produktivität variierten erheblich. „Aber auch am unteren Ende würden sie ein ,Gamechanger‘ sein für Europa“, sagte Lagarde.

Wagniskapital fehlt
Die EZB-Chefin kritisierte, dass es in der EU kein starkes Ökosystem für Wagniskapital gebe. Das sei ein großes Manko. „Zwischen 2018 und 2023 wurden in der EU rund 33 Milliarden Euro in KI-Unternehmen investiert, verglichen mit mehr als 120 Milliarden Euro in vergleichbare US-Unternehmen“, führte sie aus.

In Europa müsse eine Spar- und Investmentunion aufgebaut werden, um dem europäischen Wagniskapital einen Anstoß zu geben. Komplexe Vorschriften im digitalen Bereich müssten vereinfacht werden. Genehmigungsverfahren müssten schneller laufen. „Und wir müssen massiv die Investitionen in Datenzentren erhöhen, in Glasfaser-Netzwerke und in Stromnetze.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt