Schlimm, schlimmer, am schlimmsten: Trump findet immer neue Steigerungsstufen seiner Zerstörungskraft. Mit einer gewohnt bombastischen Rede hat er den Amerikanern den „Tag der Befreiung“ verkündet, das heißt: den Handelskrieg gegen die ganze Welt erklärt – schlicht und einfach Zölle auf alles gegen alle.
Genau so hatte er sich den Höhepunkt seiner Amtszeit vorgestellt: USA gegen den Rest der Welt; mutwillig ganz allein. Trump ist die hässliche Seite der vormals großartigen, freiheitsbringenden Nation.
Dabei fällt auf, dass der bisher treueste Verbündete der USA, Europa, ganz besonders im Fadenkreuz von Trumps Zorn steht. Europa wird mit Schimpfwörtern eingedeckt, was schon an Zwangsneurosen grenzt.
Er verachtet die EU, weil sie schwach ist und sich alles gefallen lässt. Ihr wird sogar die Mehrwertsteuer als eine antiamerikanische Wettbewerbsverzerrung angelastet. Russland findet Gnade, weil es sich stark darstellt, China bekommt Zölle mit dem Anflug des Respekts vor der Stärke seiner Wirtschaftskraft.
Alles in allem ist Trumps gesamte Handlungsweise ein Rückfall in das 19. Jahrhundert: imperialistische Machtausweitung mit dem sogenannten Begleit-„Konzert der (Groß-)Mächte“. Bist du schwach, kommst du unter die Räder und am Ende bekriegen sich dann die Großmächte in einem Weltkrieg.
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