Mysteriöser Vermisstenkrimi um einen steirischen Pensionisten im Urlauberparadies Thailand. Elf Tage war der mit einer Einheimischen verheiratete 77-Jährige abgängig – jetzt wurde seine halb bekleidete Leiche im ausgetrockneten Wasserkanal eines Reisfeldes gefunden. Mordalarm!
Am vergangenen Montagnachmittag wurde Oberstleutnant Klanarong Chanthamarni über den Leichenfund alarmiert. Der aus der steirischen Bergstadt Rottenmann stammende Thailand-Auswanderer Johann P. wurde nur wenige Tage nach seinem 77. Geburtstag tot in einem Reisfeld gefunden. Er war seit dem 20. März als abgängig gemeldet worden.
Spärlich bekleidete Leiche in vier Meter tiefem Kanal
Die Kulisse in der idyllischen Landschaft von Wang Thong in der für seine Naturparadiese bekannten zentralthailändischen Provinz Phitsanulok könnte die Vorlage für ein Krimi-Drehbuch liefern. Denn der Steirer lag, verdeckt von zugewuchertem Gras und Gestrüpp, in einem derzeit ausgetrockneten, vier Meter tiefen Kanal, inmitten eines Reisfeldes.
Mysteriös: Auswanderer Philipp P. war nur halb bekleidet, trug eine kurze schwarze Hose und nur einen schwarzen Socken am rechten Fuß.
Sandalen und eine Flasche Wasser wurden unweit der Leiche gefunden. Seine um zwölf Jahre jüngere thailändische Ehefrau Ratchanee identifizierte den Toten und brach am Ort des Dramas in Tränen aus. Während die Einheimische davon sprachen, dass Philipp P. dement sei, sich wohl verirrt hatte und dann in den tiefen Kanal gefallen sei, ermitteln die örtlichen Sicherheitsbehörden derzeit aber noch wegen Mordverdachts!
Wir müssen den Tod eines Österreichers in Thailand leider bestätigen. Danke für Ihr Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen keine Details zum Fall bekannt geben können.
Aus dem Außenministerium
Er suchte sein Glück am Lebensabend – und fand den Tod
Denn der nicht so gut mehr zu Fuß gewesene 77-Jährige, der auch einen Stock benutzte, könne nicht alleine zur möglichen Unglücksstelle gelangt sein. Der Weg vom Haus des Auswanderers durch das dschungelartige Dickicht sei eigentlich schon für einen sportlichen Mann ohne jegliche Mobilitätseinschränkung schwer zu schaffen.
Um die offenen Fragen in diesem Krimi zu klären, wird der Tote im Phuttachin-Krankenhaus in Phitsanulok gerichtsmedizinisch obduziert. Dann soll die Leiche des Steirers freigegeben und nach einer religiösen thailändischen Zeremonie in seiner zweiten Heimat, wo er das Glück an seinem Lebensabend suchte und so tragisch ums Leben kam, bestattet werden.
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