Wechsel zu Raiffeisen

OÖ Gesundheitsholding: Sprecherin Oberweger geht

Oberösterreich
02.04.2025 12:21

In den Gängen der heimischen Spitäler ist es großes Thema: Jutta Oberweger (56), sozusagen das Gesicht der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG), verlässt das Landesunternehmen. Nach der Affäre in Kirchdorf um zwei tote Patienten waren sie und die Kommunikation der OÖG in die Kritik geraten. Mit ihrem Abgang habe das aber nichts zu tun.

Zweifellos gehört die Konzernpressesprecherin und Leiterin der Abteilung Public Relations & Kommunikation in der Oberösterreichischen Gesundheitsholding zu den einflussreichsten PR-Frauen in Oberösterreich. Nach einer Karriere in der Privatwirtschaft als Leiterin der Unternehmenskommunikation in der ehemaligen VA Tech Elin EBG wechselte die Juristin mit 1. Jänner 2002 in den Landesdienst. Die Linzerin baute in der damaligen Gesundheits- und Spitals AG (gespag) die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit auf, war also Garant für die Bekanntmachung medizinischer Höchstleistungen der Landesspitäler. 

Die Zentrale der OÖ Gesundheitsholding in Linz (Bild: Loy Robert)
Die Zentrale der OÖ Gesundheitsholding in Linz

Bei der Gründung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding im Jahr 2018 war Oberweger ebenfalls ganz vorne mit dabei – und musste für das 16.000 Mitarbeiter zählende Gesundheitsunternehmen im Besitz des Landes Oberösterreich oft ihr Gesicht hinhalten – vor allem dann, wenn es Probleme gab.

Zuletzt etwa nach dem Fall um zwei tote Patienten im Krankenhaus Kirchdorf. Wie von der „Krone“ berichtet, wird seit Weihnachten 2024 gegen einen Anästhesisten wegen grob fahrlässiger Tötung ermittelt. Dem Oberarzt wird vorgeworfen, zwei Patienten (65, 89) mit dem Morphin Vendal beim Sterben geholfen zu haben. Der Ausgang des Ermittlungsverfahrens ist offen, immer wieder ist die Rede von einer persönlichen Intrige gegen den Mediziner. 

„Es ist ein schwarzer Tag...“
Oberweger war und ist in diesem Fall die Kommunikatorin nach außen. Von ihr stammt der von vielen kritisch gesehene Satz „Es ist ein schwarzer Tag in der Geschichte unseres Unternehmens, in dem 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich versuchen, ihr Bestes zu geben.“ OÖG-intern sprach man von einer Vorverurteilung des Mediziners, was auch in einer Aufsichtsratssitzung der OÖG besprochen wurde. Allerdings: Die Kommunikation nach außen war in diesem Fall mit dem Vorstand abgesprochen, die Kommunikationschefin handelte also in Absprache mit Vorstand Franz Harnoncourt. 

Wechsel in die Bankenbranche
Wie auch immer: Oberweger übernimmt ab 1. September die internen und externen Kommunikationsagenden in der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Aus der OÖG ist zu hören, dass ihre Entscheidung freiwillig erfolgte und Oberweger der neue Job angeboten wurde. Insider sprechen von einem großen Aufstieg der PR-Expertin. 

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