Oberbank-Chef

Zukunftsangst grassiert jetzt auch bei der Jugend

Oberösterreich
02.04.2025 15:30

Das beste operative Ergebnis aller Zeiten, dazu ein Plus bei der Bilanzsumme und nur einen leichten Rückgang beim Gewinn – „unglaublich zufrieden“ zeigte sich Oberbank-Chef Franz Gasselsberger angesichts des von ihm präsentierten Jahresergebnis 2024. 

28,38 Milliarden Euro Bilanzsumme, 4,11 Milliarden Euro Eigenkapital, einen Jahresüberschuss vor Steuern, der im Vergleich zu 2023 nur leicht zurückging. Auch nach Steuern wies die Oberbank für das Vorjahr einen Gewinn von 378,8 Millionen Euro aus. „Mit dem Anstieg des Eigenkapitals ist auch die Widerstandskraft weiter gestiegen“, freute sich Franz Gasselsberger. Bei der Bilanzpräsentation sprach der Oberbank-Generaldirektor außerdem noch über ...

  • Die neue Bankenabgabe: 
    „Wir zahlen 100 Millionen Euro Steuern und trotzdem ist es dem Staat nicht genug. Die alte Bankenabgabe hat uns vier Millionen Euro gekostet. Ab heuer werden wir um rund zehn Millionen Euro mehr zahlen müssen.“
  • Die Stimmung bei den Unternehmen im Land: 
    „Die Gewinne sind im Vorjahr bei allen zurückgegangen. 88 Prozent der Kunden haben aber einen Gewinn ausgewiesen, 12 Prozent einen Verlust. Für heuer gibt es eine verbesserte Erwartungshaltung, was Umsatz und Ertrag anbelangt.“
  • Die Trendwende in der Bauwirtschaft:
    „Es kommt hier zu einer Aufhellung. Die Neuvergabe bei den Wohnbaukrediten hat sich im ersten Quartal 2025 dynamisiert. Hatten wir im letzten Jahr Steigerungen von 17 Prozent, sehen wir jetzt in den ersten drei Monaten eine Steigerung in der Neuvergabe der Wohnbaufinanzierungen von 50 Prozent. Wir haben einen guten Drive, nachdem wir in den letzten drei Jahren Rückgänge bei den Wohnbaufinanzierungen hatten.“
  • Das gesteigerte Vorsorgebewusstsein: 
    „Die Erhöhung der Sparquote, die unglaubliche Verunsicherung – das spüren auch wir. Wir verzeichnen einen regelrechten Run auf Fondsspar-, Versicherungs- und Vorsorgeprodukte. Vor allem die Jungen machen das. Es ist klar zu sehen: Dieses Zukunftsangst-Thema spielt sich auch bei der Jugend ab. Es gibt auch einen eindeutigen Trend zu höherwertigen Veranlagungsformen.“
  • Den Kampf um die Wettbewerbsfähigkeit:
    „Wir müssen aufpassen, dass wir uns den Wirtschaftsstandort nicht selbst schlecht und krank reden und auch nicht schlecht und krank reden lassen. Natürlich gibt es eine gewisse Deindustrialisierungsgefahr, es gibt Deindustrialisierungstendenzen. Es gibt aber viele, die ihren Hauptmarkt in Österreich und in angrenzenden Ländern haben. Ich glaube, dass sehr viel investiert in die Automatisierung investiert wird, in Kostenreduktion, in die Digitalisierung, aber man kämpft natürlich auch mit den überbordenden Lohnkosten, man kämpft mit den überbordenden Energiekosten – das ist natürlich ein Thema, das die Wettbewerbsfähigkeit beschränkt.“
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