Der Liebherr-Standort in Nenzing hat sich im vergangenen Jahr ausgezeichnet geschlagen, die dort hergestellten Produkte waren so gefragt wie nie zuvor. Das liegt vor allem an der Innovationsstärke des Unternehmens.
Die Firmengruppe Liebherr ist ein Phänomen: Trotz der bekannt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte das deutsche Technologieunternehmen, das zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt zählt, im vergangenen einen Rekordumsatz zu verzeichnen. Was im Großen für den gesamten Konzern gilt, gilt in kleinerem Maßstab auch für das Liebherr-Werk in Nenzing, bekanntermaßen die größte Fabrikanlage in Vorarlberg: Insgesamt belief sich der Umsatz 2024 auf 702,7 Millionen Euro – damit konnte das Rekordniveau von 2023 nochmals um 1,6 Prozent übertroffen werden. Das Ergebnis ist insofern bemerkenswert, als dass Liebherr damit der generell rückläufigen Entwicklung im Bausektor trotzen konnte. Dies liegt vor allem daran, dass die in Nenzing gefertigten Spezialmaschinen vor allem bei Infrastrukturprojekten sowie in der Energie- und Versorgungswirtschaft zum Einsatz kommen – und in diesen Sektoren wird langfristig geplant, zudem sind sie aktuell Gegenstand von Konjunkturprogrammen. Mit einem Umsatzanteil von 45 Prozent war Nordamerika der wichtigste Absatzmarkt, gefolgt vom Kernmarkt Europa (35 Prozent).
Mit Innovationen neue Standards setzen
Liebherr Nenzing ist allerdings nicht nur ein Produktionsstandort, sondern auch in Sachen Innovationen sehr aktiv. Das gilt vor allem für den Bereich der alternativen Antriebstechniken. Auf der anstehenden Bauma, der weltweit wichtigsten Messe für Baumaschinen, wird das Ländle-Werk den ersten vollelektrischen Seilbagger vom Typ „HS 8100.2 dual power“ vorstellen. Der Bagger funktioniert nicht nur emissionsfrei, sondern ist auch praktisch nicht zu hören, was insbesondere bei Projekten im urbanen Raum ein enormer Vorteil ist. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt liegt auf intelligenten Maschinensteuerungen und Assistenzsystemen, welche die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine optimieren, den Energieverbrauch senken und Stillstandzeiten reduzieren. Speziell das „Liebherr Remote Control System (LiReCon)“ hat sich bereits hervorragend bewährt und eröffnet völlig neue Dimensionen im täglichen Betrieb.
Und eben weil man bei Liebherr mit der Zeit geht, ist dem Unternehmen auch vor der Zukunft nicht bange. Am Standort Nenzing geht man für das Geschäftsjahr 2025 von einer stabilen Entwicklung aus, die aktuelle Auftragseingangsentwicklung befinde jedenfalls sich auf einem guten Niveau.
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