Hohe Wogen in St. Florian! Der Sportplatz und das Gebiet entlang des Ipfbachs haben sich nach den Regenfällen in eine Seenlandschaft verwandelt und eine Debatte über den Schutz vor Überflutungen ausgelöst. Kritik gibt es daran, dass seit 2022 nur 96.000 statt der geplanten 700.000 Euro ausgegeben wurden.
„Es ist nicht das erste Mal, dass wir mit solchen Ereignissen konfrontiert sind. Es ist höchste Zeit, dass wir präventive Maßnahmen ergreifen, anstatt nur auf die entstandenen Schäden zu reagieren“, fordert SP-Vizebürgermeister Michael Mollner die dringende Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen.
Studie erstellen lassen
Dafür sei bereits vor vier Jahren eine Studie erstellt worden. Für den besseren Schutz vor Überflutungen sind 2022 sogar Ausgaben von einer halben Million Euro budgetiert worden. 20203 und 2024 hätten laut Voranschlag je 100.000 Euro fließen dürfen. Ausgegeben wurden laut SP aber insgesamt nur 70.000 Euro für die Studie sowie 26.000 Euro im Vorjahr für kleinere Hochwasserprojekte. Die nicht verwendeten Mittel nahm die Gemeinde für andere Projekte oder zuletzt die Budgetsanierung her, um damit rote Zahlen und das Abrutschen in eine Härteausgleichsgemeinde zu verhindern.
Kritik am Prinzip Hoffnung
„Für das laufende Jahr sind im Budget nur noch 10.000 Euro für den Hangwasserschutz vorgesehen“, kritisiert SP-Gemeinderat Ewald Koller. „Das ist angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse völlig unzureichend. Wir dürfen nicht länger auf das Prinzip Hoffnung setzen, sondern müssen jetzt konsequent in den Schutz unserer Gemeinde investieren. Vorbeugende Maßnahmen sind nicht nur effektiver, sondern auch kostengünstiger als die teuren Aufräumarbeiten nach solchen Ereignissen.“
Bürgermeister weist Vorwürfe zurück
VP-Bürgermeister Bernd Schützeneder kann die Kritik nicht nachvollziehen: „Wir sparen sicher nicht auf Kosten der Bürger. Wenn keine Projekte vorliegen, werden wir sie auch nicht budgetieren. Gibt es einen dringenden Handlungsbedarf, reagieren wir sofort.“ Dass der Sportplatz diesmal so stark überflutet wurde, sei sehr ungewöhnlich: „Wir sind gerade dabei zu klären, woher die Mengen so schnell kommen konnten. So schnell sie auch da waren, so schnell sind sie wieder weg. Der Sportplatz ist schon wieder bespielbar.“
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