Die jüngste Einbruchsserie in Wiener Apotheken sorgt für Angst unter Mitarbeitern. Eine betroffene Geschäftsleiterin schildert der „Krone“ die Probleme mit Nachtschichten, die hohen Ausgaben für die Sicherheit und die fehlende Unterstützung seitens der Stadt.
Die Vielzahl an Apothekeneinbrüchen hat für großen Wirbel gesorgt. Die „Krone“ hat mit einer betroffenen Apothekerin gesprochen, die anonym bleiben möchte.
Was sie berichtet, ist schockierend: „Meine Mitarbeiter sind zu 80 Prozent junge Frauen, jede von ihnen hat Angst im Nachtdienst.“ Doch eine Nachtschicht alle zehn Tage muss belegt werden, das ist die Vorgabe von der Kammer und Stadt.
Meine Mitarbeiter sind zu 80 Prozent junge Frauen, jede von ihnen hat Angst im Nachtdienst.
Eine Wiener Apothekerin zur „Krone“
Eingangstür muss ausgetauscht werden
Auch ihre kleine Apotheke im Westen Wiens geriet ins Visier der 60-köpfigen Verbrecherbande. Vor ein paar Tagen wurde eingebrochen und dabei die Eingangstür beschädigt, sodass diese jetzt ersetzt werden muss. Die neue Sicherheitstür kostet nicht nur viel, sondern ist auch erst in acht Wochen lieferbar.
„Ich kann meinen Mitarbeiterinnen vor allem in dieser Zeit keinen sicheren Arbeitsplatz bieten“, beteuert die Pharmazeutin, die überlegt, ihre Apotheke zu schließen. Die Einbrüche seien der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Stalking-Anrufe und Drohungen in der Nacht
Die Nachtschichten waren auch davor schon unangenehm, Stalking-Anrufe und Drohungen sind keine Seltenheit. Von der Stadt gibt es keine Unterstützung, sagt die Wienerin. Zudem wurde mehr polizeiliche Präsenz angekündigt, aus Polizeikreisen weiß sie aber, dass das kaum umsetzbar ist.
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