Haben Sie auch Kupfer-Gegenstände vor dem Haus? Bitte anketten oder ständig ein Auge darauf haben! Diebe schlagen derzeit serienweise zu, um das wertvolle Metall zu stehlen. Die „Krone“ sprach mit einer der betroffenen Familien.
Martina Reiter aus St. Gertraudi (Reith im Alpbachtal) stutzte, als sie nun Ostereier beim Strauch vor dem Haus aufhängen wollte. Der Kupferkessel war nämlich weg, die Blumen standen nur mehr in der Plastikwanne im schmiedeeisernen Gestell.
Zuletzt gab es eine ganze Serie ähnlicher Fälle im Unterland: So verlautbarte die Polizei den Diebstahl eines Kupferbottichs am Montag zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr vor einem Haus in Breitenbach. Bei der ermittelnden Inspektion Kramsach meldeten sich nach dem Medienbericht drei weitere Geschädigte, insgesamt sind sechs verschwundene Kessel aktenkundig.
Bei Kilopreis von sechs Euro ist Coup rentabel
Im Fall der Familie Reiter wog das Metallstück rund 20 Kilo. Der Preis pro Kilo Kupfer beträgt Insidern zufolge bis zu sechs Euro. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Beute auf einem Schwarzmarkt weiterverkauft wird. Auch ein späteres Einschmelzen ist bei Kupfer möglich.
Ob ein solcher Schaden bezahlt wird, hängt von der Polizze der Haushaltsversicherung ab. Sinnvoll sind Fotos von wertvollen Gegenständen.
Martin Reiter
Bild: ZOOM Tirol
Anzeige im Versicherungsfall wichtig
Ersetzt die Haushaltsversicherung derartige Schäden? Martin Reiter, seit Langem bei der Tiroler Versicherung tätig: „Das hängt von der Polizze der Haushaltsversicherung ab. Auf jeden Fall ist eine polizeiliche Anzeige nötig.“ Reiter rät zudem, von wertvollen Gegenständen im eigenen Haushalt Fotos anzufertigen, damit diese im Verlustfall verfügbar sind.
Auch in benachbarten Regionen ähnliche Fälle
Kupferdiebstähle kamen nie ganz „aus der Mode“, zuletzt war das Problem aber offenbar akut: Im benachbarten Salzburg klärte die Polizei nun einen Diebstahl mit 12.000 Euro Beute, der sich in Bruck an der Glocknerstraße ereignet hatte. Gefasst wurde ein Rumäne (43). Im Raum Bozen schlugen die Diebe zuletzt besonders oft zu. Ein Bauunternehmer beklagte, dass er in kurzer Zeit gleich dreimal Opfer wurde.
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