Maul- und Klauenseuche

Überwachungs- & Sperrzonen bis 17. Mai in Kraft

Burgenland
02.04.2025 14:27

Wie Insider verraten, ist es fix: Kleine Grenzübergänge in Österreich werden ab Mittwochabend gesperrt. Auch Klauentiere werden in 660 Betrieben ab sofort stichprobenartig untersucht.

Im ungarischen Levél, nur 14 Kilometer von der burgenländischen Grenze in Nickelsdorf entfernt, ist in einem Betrieb die Maul- und Klauenseuche (MKS) ausgebrochen. Knapp 3000 Rinder müssen gekeult werden.

Riesiges Massengrab
Die Kadaver werden in einem riesigen Massengrab vergraben. Eine Gefahr fürs Grundwasser? Wahrscheinlich. Trotzdem ist das eine gängige Methode, tote Tiere zu entsorgen.

Auch in der Slowakei wurden bereits tausende Klauentiere getötet. Denn: Tritt ein Fall auf, sind im Umkreis von drei Kilometern alle Schweine, Rinder, Alpakas, Schafe etc. zu keulen. Gibt es zum Beispiel in Apetlon oder Illmitz einen Fall, sind sowohl die Graurinder und Mangalitzaschweine des Nationalparks Geschichte, als auch die Rinderherde, die im Nationalpark in Illmitz grast. Ein Drama? Ja. Und zwar nicht nur wirtschaftlich. Nach einer Woche Ausnahmezustand in den Nachbarländern ergreift auch das Innenministerium Maßnahmen. Kleine Grenzübergänge werden Mittwochabend gesperrt.

Programm zur Überwachung gestartet
Wie die Grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mitteilt, startete auch ein großangelegtes Überwachungsprogramm. „In der erweiterten Sperrzone in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt, Eisenstadt-Umgebung, Mattersburg und Oberpullendorf werden sämtliche Betriebe kontrolliert und Stichproben mittels Tupferprobe genommen“, so Haider-Wallner. In der Nähe zu Levél, werden in Deutsch Jahrndorf, Nickelsdorf, Halbturn und Mönchhof alle Betriebe wöchentlich getestet. Bis dato sind alle Tests negativ.

Jagdverbot in einigen Gebieten
Auch gejagt wird in den vier Gemeinden nicht mehr, um eventuell an MKS erkrankte Wildtiere nicht aufzuscheuchen und damit das Virus zu verteilen. Sowohl die Überwachungs- als auch die erweiterte Sperrzone bleiben aus derzeitiger Sicht bis 17. Mai bestehen. Damit und mit Biosicherheitsmaßnahmen (Seuchenteppiche etc.), den Betriebskontrollen und einem Einfuhrverbot für Tiere und Frischfleischprodukten soll die Einschleppung des Virus verhindert werden.

Übrigens: 1991 wurde die Impfung gegen MKS in Europa eingestellt, weil das Virus ausgerottet war. Damit sparte man eine Milliarde Euro ein. Bis dato ist die Impfung noch immer verboten. 

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