Nach Pool-Besuch

USA: Bub (1) stirbt durch hirnfressenden Parasit

Ausland
02.04.2025 14:50

Ein harmloser Tag im Wasserpark wurde für den kleinen Michael zur Tragödie. Neun Tage nach dem Baden starb der Einjährige an einer Infektion mit einer hirnfressenden Amöbe. Ein Behördenbericht enthüllt nun den schockierenden Grund: Das Chlor wirkte nicht – die Desinfektionsanlage war wochenlang defekt.

Der tragische Vorfall ereignete sich am 26. August 2023 in einem Country Club der Stadt Little Rock. Die wohlhabenden Eltern des Jungen ließen ihn dort in einem Becken planschen, das eine kleine Wasserrutsche mit Düsen für Kinder hatte. Bei Michael erkannte die Familie schon früh seine Liebe zur Natur. Er liebte das Wasser, den Pool, den Strand. So auch an diesem Tag in dem öffentlich zugänglichen Wasserpark, wo er – wie auf Bildern zu sehen ist – das Baden offensichtlich sehr genoss.

Parasit dringt durch Nase ins Hirn
Doch zwei Tage nach dem Ausflug der Familie bekam Michael plötzlich hohes Fieber und schwere Magenprobleme. Als er schließlich in eine Klinik eingeliefert wurde, konnte er sich kaum noch bewegen. Ärzte fanden damals den Parasiten „Naegleria fowleri“ in seinem Körper – eine hirnfressende Amöbe, die durch die Nase ins Gehirn eindringen kann. Normalerweise wird sie durch Chlor abgetötet.

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Ein interaktiver Spielplatz, bei dem unzureichend desinfiziertes Wasser auf die Benutzer gespritzt wurde, gilt als der wahrscheinlichste Ort für die Infektion.

Ergebnisbericht des US-Gesundheitsministeriums

Poolwasser mit hohem pH-Wert
Wie die englische Tageszeitung „Daily Mail“ berichtete, kam ein Bericht des Gesundheitsministeriums zu dem Schluss, dass das Poolwasser einen stark erhöhten pH-Wert aufwies, was die desinfizierende Wirkung stark beeinträchtigte. Eine Vorrichtung zum Chloren war zudem bereits seit vier Wochen defekt.

Das Ergebnis des Untersuchungsberichts war eindeutig: Es wären „mehrere Verstöße im Zusammenhang mit dem Planschbecken“ festgestellt worden. Ein interaktiver Spielplatz, bei dem „unzureichend desinfiziertes Wasser auf den Benutzer gespritzt“ werden würde, gelte als der wahrscheinlichste Ort für die Infektion.

Das Schwimmbad war nach Bekanntwerden des Vorfalls geschlossen worden. Michaels Mutter Julia P., die sonst gerne glückliche Familienfotos über die sozialen Netzwerke teilte, hat seit dem Todesfall ihres Sohnes kein Bild mehr aus ihrem Leben geteilt.

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