Bitschi zu Zadra:

„Sie haben in einer Art Rad-Größenwahn gelebt!“

Vorarlberg
02.04.2025 17:22

Eine hitzige Diskussion lieferten sich am Mittwoch die Vorarlberger Landesregierung und die Opposition um die gestrichene Radwege-Verbindung in den Bregenzerwald.

Ziemlich zur Sache ging es am Mittwoch im Landhaus beim Thema Radwege. Konkret wurde über jenen Radweg diskutiert, der das Rheintal mit dem Bregenzerwald verbinden soll – oder sollte, wie man nun sagen muss, denn das Projekt wurde von der Landesregierung aus Spargründen auf Eis gelegt.

So warf der grüne Ex-Landesrat Daniel Zadra Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) vor, für Radweginfrastruktur zugesagte Fördergelder des Bundes nicht abzuholen. Wallner antwortete mit der Feststellung, dass Zadra Ausbau-Zusagen in den Regionen „hinter meinem Rücken gemacht“ habe. Es stünden 130 Millionen Euro im Raum, erklärte Wallner. Und auch Landesstatthalter Christof Bitschi (FPÖ), der das Ressort von Zadra übernommen hat, gab sich am Mittwoch keineswegs zimperlich. In Richtung Zadra unkte er: „Sie haben in einer Art ‘Rad-Größenwahn‘ gelebt, wir räumen das aktuell auf.“

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Dass die Verbindung aus budgetären Gründen nicht umgesetzt wird, ist bedauerlich – insbesondere, weil die Planungen schon weit fortgeschritten sind.

Garry Thür, Neos

Zadra ist aber nicht der Einzige, den die Absage der neuen Radverbindung erzürnt. Auch die Neos zeigten kein Verständnis. „Dass die Radverbindung aus budgetären Gründen nicht umgesetzt wird, ist bedauerlich – insbesondere, weil die Planungen schon weit fortgeschritten sind und viel Zeit in das Projekt investiert wurde“, erklärte Garry Thür. Tatsächlich wird seit Jahren über das Projekt diskutiert.

Radfahr-Lobby?
Und nicht nur das, auch eine Studie samt Variantenprüfung ist bereits durchgeführt worden. Darin wurden auch die Kosten berechnet: Immerhin 70 Millionen Euro hätte der Radweg gekostet. Eine Investition, die angesichts der aktuellen budgetären Lage auch bei einer üppigen Bundesförderung nur schwer zu stemmen wäre. Eines scheint aber auch klar: Unter Schwarz-Blau haben die Radfahrer keine besondere Lobby mehr.

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