Kritik zu „Sing Sing“

Ein fesselndes Drama im Hochsicherheitstrakt

Unterhaltung
03.04.2025 20:00

Im Hochsicherheitsgefängnis kämpft John Whitfield (Colman Domingo) gegen die Mühlen der Justiz, als unschuldig Verurteilter, Autor und Teil einer Knast-Theatergruppe. Zwischen Zellenblock und Bühnenlicht findet er Hoffnung und die Kraft, für seine Wahrheit zu kämpfen. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zum fesselnden Drama „Sing Sing“.

In der rund 50 km von New York entfernten Vollzugsanstalt werden vor allem lange, ja lebenslängliche Haftstrafen verbüßt, mitunter auch von Insassen, die die ihnen zur Last gelegte Tat gar nicht begangen haben. John Whitfield (Colman Domingo) hat man klar einen Mord angehängt. Der inhaftierte Autor versucht der zäh verrinnenden Zeit schreibend Struktur zu verleihen, neben den kontinuierlichen Versuchen, seine Unschuld zu beweisen. Und er engagiert sich in der Theatergruppe des Gefängnisses, die wichtiger Teil des Rehabilitationsprogrammes ist.

John (Colman Domingo, re.) ist des Mordes beschuldigt und muss in den Hochsicherheitstrakt in der Nähe von New York.  (Bild: 2023 DIVINE FILM, LLC)
John (Colman Domingo, re.) ist des Mordes beschuldigt und muss in den Hochsicherheitstrakt in der Nähe von New York. 
„Sing Sing“: Tolle Performance des Oscar-Nominierten Colman Domingo. (Bild: 2023 DIVINE FILM, LLC)
„Sing Sing“: Tolle Performance des Oscar-Nominierten Colman Domingo.

In der gerade zu Ende gebrachten Häftlingsaufführung von Shakespeares „Sommernachtstraum“ liegt ein Erahnen von Freiheit, zumindest jener des Geistes und der Literatur – dem von Stacheldraht verstellten Blick zum Trotz. Dass die den Film dominierenden Proben für eine neues Stück so authentisch wirken, hat seinen Grund, ließ Regisseur Greg Kwedar doch das Gros der Rollen mit ehemaligen Teilnehmern dieses Schauspielprojekts hinter Gittern besetzen, die nun eine fiktionalisierte Version ihrer selbst verkörpern.

Aus dem intimen Drama über die lohnende Kraft kreativer Selbstverwirklichung sticht vor allem Colman Domingo Oscar-nominiert mit seiner nuancenreichen Darbietung zwischen Zerrissenheit, Scham und Schmerz hervor.

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