Großer Jubel beim KAC! Zum zweiten Mal in Folge zogen die Klagenfurter ins Finale der ICE-Liga ein – ab Freitag wartet erneut Salzburg, los geht es daheim. Im entscheidenden siebenten Duell mit Linz avancierte Goalie „Seb“ Dahm mit einer Top-Leistung zum Helden, diese wird es auch im Endspiel brauchen. Aber die Bullen sind eine Defensivmacht, kassierten in neun Play-off-Partien nur 15 Gegentore.
Was für ein Kraftakt des KAC! Seit geraumer Zeit plagt man sich mit Ausfällen, im siebenten Halbfinale gegen Linz waren wieder sechs Cracks out – so liefen nur elf Stürmer ein, Fraser und Co. erhielten doppelte Einsätze. Trotzdem schaffte es die Furey-Truppe wie in der Vorsaison ins Finale und trifft dort bei der Neuauflage von 2023/24 ab Freitag auf die Salzburger. „Wir haben einen tollen Job vorm gegnerischen Tor gemacht, so ist uns dann auch der Siegestreffer gelungen“, freut sich Trainer Kirk Furey.
Kurze Regeneration
Der Kanadier und sein Co-Trainer David Fischer erreichten damit auch im zweiten Jahr ihrer Amtszeit das Endspiel: „Klar sind wir jetzt happy, das war so wichtig für den ganzen Verein. Aber wir sind noch nicht fertig, wir wollen im Finale ein anderes Resultat als im Vorjahr. Doch jetzt heißt es erst einmal, zu regenerieren.“
Dahm als „Staubsauger“
Das sieht auch Goalie Sebastian Dahm so. „Viel schlafen, relaxen und etwas im TV anschauen steht für mich auf dem Programm. Es war eine harte Serie gegen Linz – aber wegen der Fans auf beiden Seiten die geilste, die ich jemals gespielt habe“, sagt der Däne, der in Spiel sieben überragend war, wie ein Staubsauger agierte. Der 38-Jährige ließ keinen Abpraller zu, holte sich im wichtigsten Moment beim 2:0 sein neuntes Shutout der Saison: „Wir haben so viel Wille gezeigt – und jetzt ist das Selbstvertrauen natürlich groß, wir freuen uns aufs Finale.“
Fakt ist: Im Endspiel benötigen die Rotjacken Sebastian in Topform, um eine Chance auf den Titel zu haben. Der Routinier erwartet sich einen anderen Spielverlauf: „Linz hat sehr defensiv agiert, gegen Salzburg werden wir mehr Platz haben – das könnte uns liegen. Es werden ganz enge Partien.“
Linz hat gegen uns defensiv agiert, gegen Salzburg werden wir mehr Platz haben – das könnte uns liegen. Nach dem Sieg in Spiel sieben ist das Selbstvertrauen groß, wir freuen uns aufs Finale.
KAC-Tormann Sebastian DAHM
Ausgeglichene Wettquoten
Das sehen auch die Wettanbieter so! Die Quoten auf den Meistertitel sind fast ausgeglichen – fürs erste Heimspiel am Freitag daheim gilt laut Buchmachern sogar der KAC als Favorit. Auch die Saisonbilanz spricht klar für die Rotjacken! In der laufenden Spielzeit steht’s 3:1 für Klagenfurt – die einzige Niederlage gab es Ende Jänner, als man die sehr dezimierten Bullen total unterschätzte. Co-Trainer David Fischer: „Wir freuen uns über den Finaleinzug, bleiben jedoch am Boden. Wir sind noch sehr hungrig!“
Das wird ein Getrampel! Auch wenn die Bullen das ganze Jahr sehr wankelmütig waren, einige Höhen und Tiefen hatten, sind sie der Favorit. Wie auch der KAC hatte man die ganze Saison viele Verletzte oder Kranke. Ende November kassierte die Mozartstädter in zehn Runden gleich fünf Pleiten – dazu kamen die Strapazen der Champions League! Salzburg scheiterte ja erst im Viertelfinale am späteren Finalisten Färjestad.
Anfällig für Konter
Seit Mitte Februar aber läuft das Werkel – zwölf Spiele, elf Siege. „Salzburg hat enorme Qualität und Quantität. Sie haben fünf starke Linien. Die Spieler sind alle sehr talentiert und können ein extrem hohes Tempo gehen“, erklärt Coach Tray Tuomie, der mit dem VSV gegen die Bullen drei von vier Saisonduellen gewinnen konnte. „Salzburg betreibt ein enormes Forechecking. Und das über 60 Minuten – aber das kann auch ein Nachteil sein. Sie sind anfällig auf Konter, der KAC ist ein Team, das das ausnützen könnte.“
Das Team von Oliver David hat auch viel Erfahrung. Die Cracks wissen, wie man gewinnt – drei Meistertitel in Folge sagen alles.
Nur Genoway fehlt
Die zuletzt lädierten Schneider sowie auch Thaler haben am Dienstag wieder am Eis mittrainiert, damit dürfte nur Verteidiger Genoway fehlen. Trotzdem gibt’s hinten mit Murphy, Robertson, Lewington und Nienhuis noch vier Legionäre plus Hexer Tolvanen.
Starker Einsersturm
Defensiv ist Salzburg eine Macht, kassierte heuer in allen neun Play-off-Partien nur 15 Tore. Vorne produzierte der Einsersturm mit Schneider, Nissner und Tom Raffl die ganze Saison. Der Rest war inkonstant – weil immer umgestellt werden musste. Aber jetzt sind alle ausgeruht! Der KAC kann die Bullen nur fordern, wenn das ganze Team liefert. Einige Stützen müssen anfangen, zu treffen.
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