Die heftige Kritik des polnischen Skispringers Dawid Kubacki an Ex-Trainer Thomas Thurnbichler hat hohe Wellen geschlagen. Verbandspräsident Adam Malysz nimmt den Österreicher in Schutz und betont: „Ich bin über all das empört.“ Der Verband überlege nun sogar Sanktionen. Thurnbichler hat sich unterdessen auch selbst zu Wort gemeldet.
„Es war unnötig und zu stark. Sie zeigen einen Mangel an Respekt gegenüber anderen Menschen. Für einen Trainer, der ihnen sicherlich nie etwas Böses wollte“, zeigt Malysz gegenüber „Przeglad Sportowy“ kein Verständnis für die Kritik von Kubacki und anderen polnischen Skispringern.
Und er ist damit nicht alleine, wie der Verbandspräsident klarstellt: „Ich bin über all das empört, und der Vorstand des Verbandes ist es noch mehr“, so der ehemalige Skispringer, der mögliche Konsequenzen für Kubacki und Co. anklingen lässt: „Bei den Verantwortlichen wird daher nachgedacht, die Springer zu sanktionieren. Und ich verstehe das, denn eine solche Situation darf nicht eintreten. Insbesondere, wenn es sich um erfahrene Springer handelt, die bereits viel erlebt haben.“
Thurnbichler kontert Anschuldigungen
Thurnbichler selbst hat sich gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ auch zu der Causa geäußert und betont: „Es ist witzig, dass Dawid jetzt den Anwalt von Kamil spielt.“ Stoch sei nicht zu WM gefahren, weil die Leistung nicht da war und es nicht seine Ambition sei, als Fünfter oder Sechster zur WM zu fahren, sondern als Bester, stellt der Österreicher klar und legt nach: „Deshalb hat sich Kamil nie dazu geäußert. Es wird immer so Äußerungen geben von Leuten, die am unzufriedensten sind.“
Gegenüber „Wirtualna Polska“ betont Thurnbichler außerdem, dass es mit den Routiniers nie einfach gewesen sei. „Ich habe irgendwann erkannt, dass sie nicht mit mir arbeiten wollten. So weiterzumachen, hätte keinen Sinn gemacht. Wenn sie nicht den Wunsch haben, mit dem Trainer weiterzuarbeiten, verschwenden sie ihre und ich meine Zeit und Energie“, zeigt sich der 35-Jährige enttäuscht.
Kubacki hatte sich gegenüber „Eurosport“ beklagt: „Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber was er getan hat, um Kamil das Leben schwer zu machen, grenzt an ein Verbrechen!“ Mittlerweile haben sich die Wege von Thurnbichler und dem polnischen Verband getrennt. Er habe „einige interessante Angebote vorliegen“, wolle aber zuerst mit der Familie darüber nachdenken „was das Beste für uns ist“, erklärt Thurnbichler.
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