Tierschützer empört
Slowakei genehmigte Abschuss von 350 Bären
Nach mehreren Angriffen auf Menschen hat die Regierung der Slowakei den Abschuss von 350 Bären genehmigt. Tierschützer reagierten empört.
„Wir können nicht in einem Land leben, in dem die Leute Angst davor haben, in den Wald zu gehen“, sagte Regierungschef Robert Fico am Mittwoch vor Journalisten. Umweltschützer warfen der Regierung Rechtsbruch vor und forderten stattdessen eine bessere Aufklärung der Bevölkerung. Der EU-Staat versucht bereits seit Längerem, den Abschuss von Bären zu erleichtern.
Nur „Problembären“ dürfen geschossen werden
Es gilt jedoch eine Richtlinie aus Brüssel, wonach nur „Problembären“ getötet werden dürfen, die Menschen oder Eigentum angegriffen haben – und außerdem nur dann, wenn es keine andere Lösung gibt. Im vergangenen Jahr wurden in der Slowakei 93 Bären erschossen, wie die slowakische Zeitung „Dennik N“ berichtete. Recherchen von Journalisten des Investigativzentrums „Jan Kuciak“ ergaben jedoch, dass darunter vermutlich kein Bär war, der Menschen attackiert hatte.
Umweltschützer warfen der Regierung vor, internationale Verpflichtungen verletzt und das Gesetz gebrochen zu haben. Die Antwort auf Bärenangriffe müsse eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Sicherheit in der Natur sein, erklärte die slowakische Umweltorganisation Aevis Foundation im Onlinedienst Facebook.
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