Rund 200 Meter breit und 400 Meter lang war eine Lawine, die zwei Variantenfahrer am Mittwoch in Obertauern in Salzburg auslösten. Ein Kroate wurde 1,30 Meter tief verschüttet. Laut einem Medienbericht soll es ein Skistar gewesen sein. Der meldete sich jetzt aber auf Social Media ...
Mehr als 40 Einsatzkräfte machten sich am Mittwoch auf, zwei sogenannte Freerider in Obertauern zu retten. Die beiden Männer hatten im Bereich des Gamsspitzls (2340 m) eine große Lawine ausgelöst. Sie war an die 200 Meter breit und 400 Meter lang.
Kostelic schreibt, er sei nur Zeuge gewesen
Wie zwei Zeitungen Mittwochabend online berichteten, habe es sich bei dem Verschütteten um den kroatischen Profiskifahrer Ivica Kostelic gehandelt. Der widersprach der Darstellung aber unmittelbar nach dem Erscheinen des ersten Onlineberichts. In einem Post schreibt er, er sei direkter Zeuge gewesen und habe seine Informationen danach angegeben. So sei wohl sein Name in die Zeitung gekommen.
„Ich war mit den Kindern im Pool, als die seltsamen Nachrichten zu mir kamen, und sie waren alle sehr aufgeregt“, beschreibt Kostelic auf Facebook. Er bitte um Privatsphäre für seinen Skiurlaub, so der Sportler weiter.
Bergretter und Hundeführer rückten aus
Zur Rettung zweier Verschütteter wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Ein Bergretter und Hundeführer der Ortsstelle Obertauern wurde mit dem Rettungshubschrauberteam von Martin 1 zum Lawinenkegel geflogen.
„Die Nachlawinengefahr war groß und es wurde vorerst entschieden, keine Bergretter im Gelände abzusetzen“, schildert Michael Koch, Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern. Nach ersten Kontrollflügen brachte man einen Flugretter mittels Tau zur Unfallstelle. Da zeigte sich, dass der zweite Fahrer, ein Salzburger (30), seinen Begleiter gerade ausgrub.
Es herrscht erhebliche Lawinengefahr
Dieser war 1,30 Meter tief von Schnee bedeckt. Er hatte angesichts der Größe der Lawine Riesenglück, heißt es von der Bergrettung. Der Kroate blieb unverletzt. Die Bergrettung appelliert an Tourengeher, sich im steilen Gelände zurückzuhalten. Derzeit herrscht mit Stufe 3 erhebliche Lawinengefahr.
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