Einsatz in Schule

Schüler hatte nach Vorfall Lähmungserscheinungen

Oberösterreich
03.04.2025 06:01

Ein Helikoptereinsatz nach einem ungeklärten Zwischenfall in einer Mühlviertler Schule (OÖ) sorgte bei der Bevölkerung des betroffenen Ortes für Aufregung. Ein junger Bursch musste wegen des Verdachts auf eine schwere Wirbelverletzung ins Spital geflogen werden.

Für ziemlichen Aufruhr hatte am Montagnachmittag ein Vorfall in der Mittelschule Feldkirchen an der Donau gesorgt, dessen genaue Umstände es allerdings erst noch zu klären gilt. Es war jedenfalls gegen 12.30 Uhr, als der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 10 plötzlich angeflogen kam. Der ratternde Lärm der Helikopterrotoren ließ in der kleinen Mühlviertler Gemeinde viele Menschen aufmerksam werden.

Neugierig gewordene Bürger konnten schließlich beobachten, wie der Hubschrauber in der Nähe des Schulareals zur Landung ansetzte und kurze Zeit später mit einem Patienten an Bord wieder abhob und wegflog. Doch was war geschehen? 

Der zu Boden gestürzte Bursch in Feldkirchen/D. hatte Lähmungserscheinungen und wurde mit dem Christophorus 10 ins Kepler Uniklinikum Linz geflogen. (Bild: Kerschbaummayr Werner)
Der zu Boden gestürzte Bursch in Feldkirchen/D. hatte Lähmungserscheinungen und wurde mit dem Christophorus 10 ins Kepler Uniklinikum Linz geflogen.

Körperverletzung oder Sportunfall
Gesichert ist: Eine Begebenheit im Sportunterricht hatte den Einsatz zur Folge gehabt. Dazu gibt es zwei unterschiedliche Versionen.

Laut der ersten soll einem Schüler der dritten Klasse von einem anderen Burschen plötzlich die Hose heruntergezogen worden sein. Als Reaktion soll der Entblößte dem Mitschüler „in den Rücken gesprungen“ sein.

Laut Augenzeugen stürzte der Teenager zu Boden und blieb dort wie gelähmt liegen. Da er schon in der Vergangenheit gesundheitliche Probleme mit seinen Rückenwirbeln gehabt haben soll, wurde das Schlimmste befürchtet.

Laut Version zwei, die auch als Stellungnahme der Bildungsdirektion vorliegt, habe es angeblich keine Tätlichkeit, sondern nur einen Unfall gegeben. Die Sportlehrerin sei beim Schüler geblieben, während die Erste-Hilfe-Beauftragte der Schule sofort die Rettung verständigte.

Der Vorfall soll sich am Montag kurz nach Mittag während des Sportunterrichts in der Mühlviertler Mittelschule zugetragen haben. (Bild: Kerschbaummayr Werner)
Der Vorfall soll sich am Montag kurz nach Mittag während des Sportunterrichts in der Mühlviertler Mittelschule zugetragen haben.

Taubheitsgefühle
Aufgrund der Symptome – der Bursch hatte Taubheitsgefühle in den Beinen – wurde der Notarzthelikopter angefordert. Der Teenager sei in den MedCampus III des Kepler Uniklinikums Linz transportiert worden, wo festgestellt worden sein soll, dass er großes Glück hatte und nur ein Nerv eingeklemmt wurde. Der Bursch verbrachte dann noch zwei weitere Nächte zur Beobachtung im Spital.

Welche der beiden Versionen die offiziell endgültige sein wird, ist noch unklar. Die Polizeiinspektion Ottensheim ist über den Vorfall informiert – und ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung.

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