Gerüchte in den USA

Bericht: Musk zieht sich aus Trumps Team zurück

Außenpolitik
02.04.2025 17:47

Wie das Magazin „Politico“ berichtet, soll US-Präsident Donald Trump seinen engsten Kreis darüber informiert haben, dass sich sein Berater Elon Musk „bald“ aus den Regierungsgeschäften zurückziehen werde. 

Trump habe seinem innersten Beraterkreis mitgeteilt, dass Musk in den kommenden Wochen ausscheiden werde, schreibt die US-Plattform am Mittwoch unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen online. Der Chef des Elektroautobauers Tesla ist zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen der Bundesbehörden.

Aus dem Weißen Haus kam eine klare Botschaft zu den Berichten über den umstrittenen Präsidenten-Berater. Dies sei „Quatsch“, so eine Sprecherin. Musk werde gehen, wenn seine Arbeit als „spezieller Regierungsangestellter“ beendet ist. Ein solcher Posten sei auf 130 Tage begrenzt. Das wäre Ende Mai.

Noch vor einem Monat hatte es in Kreisen des Weißen Hauses geheißen, Musk solle seine Beratertätigkeit dauerhaft ausüben – ein Insider erklärte etwa: Wer glaube, Musk werde vollständig aus Trumps Umfeld verschwinden, „täusche sich selbst“.

Ein Mitarbeiter der US-Regierung schilderte Reuters hingegen, Musks Investoren wollten, dass er zu seinen Unternehmen zurückkehre. Tesla kämpft derzeit mit einem über den Erwartungen liegenden Absatzschwund. Trump selbst hatte am Montag angedeutet, Musk werde seine Aufgaben in der US-Regierung aufgeben: „Ich finde ihn großartig, aber ich denke auch, dass er ein großes Unternehmen zu leiten hat. Irgendwann wird er zurückgehen. Er will es.“

Tesla-Aktie steigt schon
Die Tesla-Aktie legte bereits deutlich zu. War sie vor dem „Politico“-Bericht noch mehr als sechs Prozent im Minus gelegen, lag sie am Nachmittag fast vier Prozent im Plus bei knapp 280 Dollar (259,55 Euro). Tesla kämpft derzeit mit einem über den Erwartungen liegenden Absatzschwund.

Musk hatte bekanntlich mit zahlreichen Aktionen und Aussagen für negative Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt hatte sich der Tech-Milliardär einmal mehr in einen Wahlkampf eingemischt. Im US-Bundesstaat Wisconsin hatte nämlich am Dienstag eine Richterwahl begonnen, die als wichtiger Stimmungstest für die ersten zwei Monate der Präsidentschaft Trumps gilt.

Vor Wahl Millionenschecks verteilt
Musk hatte Unterzeichnern einer Petition gegen „aktivistische Richter“ jeweils 100 Dollar angeboten. Bei einem Wahlkampfauftritt in Wisconsin händigte er am Sonntag sogar zwei Schecks in Höhe von jeweils einer Million Dollar aus. Die Demokraten prangerten Musks Geldgeschenke als illegalen Stimmenkauf an. Die Richterwahl in Wisconsin gilt auch deshalb als bedeutsam, weil am dortigen Supreme Court Entscheidungen über den Zuschnitt von Wahlkreisen anstehen, die Einfluss auf die nächste Kongresswahl haben könnten.

Elon Musk tummelt sich seit dem US-Wahlkampf im Herbst im Umfeld von Donald Trump. (Bild: AFP/BRENDAN SMIALOWSKI)
Elon Musk tummelt sich seit dem US-Wahlkampf im Herbst im Umfeld von Donald Trump.
Elon Musk tummelt sich seit dem US-Wahlkampf im Herbst im Umfeld von Donald Trump. (Bild: APA/AFP/POOL/KEVIN LAMARQUE)
Elon Musk tummelt sich seit dem US-Wahlkampf im Herbst im Umfeld von Donald Trump.

Schon vor der US-Präsidentenwahl im vergangenen Jahr hatte Musk angekündigt, bis zu dieser täglich eine Million Dollar an einen registrierten Wähler in besonders hart umkämpften US-Bundesstaaten zu vergeben. Mehrere Millionen-Schecks wurden überreicht.

Laut US-Wahlrecht ist es verboten, Bürgern Geld dafür zu zahlen, dass sie abstimmen oder sich dafür registrieren.

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