Nun längere Sperre?

Dragovic-Ausraster! „Das darf ihm nicht passieren“

Fußball National
03.04.2025 06:04

Für die Austria war das Cup-Aus gegen Hartberg ein harter emotionaler Treffer. Nach Schlusspfiff gingen bei Aleksandar Dragovic am Mittwochabend die Emotionen durch, nun droht eine lange Sperre. „Das darf ihm als Routinier nicht passieren“, so Trainer Stephan Helm.

Es war angerichtet für den ersten Final-Einzug der Violetten seit zehn Jahren. Aus viel Ballbesitz kreierten die Austrianer aber kaum Chancen. Am Ende platzten die Double-Träume der Veilchen, Hartberg zieht dank des 1:0-Sieges ins Finale ein.

Großer Jubel bei den Hartbergern (Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
Großer Jubel bei den Hartbergern

Riesengroß war der Frust bei Aleksandar Dragovic. Der Abwehrchef teilte verbal gegen Schiedsrichter Sebastian Gishamer aus, sah die Rote Karte und fehlt damit zumindest am Sonntag gegen den WAC. „Er weiß natürlich selbst am besten, dass das sehr, sehr unglücklich ist, er viel zu emotional war. Das darf einem Routinier wie ihm nicht passieren“, so Trainer Stephan Helm im Sky-Interview. Gegen die Cup-Finalisten aus Wolfsberg muss auch Dominik Fitz aufgrund einer Gelb-Sperre passen.

Stephan Helm (Bild: APA/MAX SLOVENCIK)
Stephan Helm

Sichtlich gezeichnet war Manfred Fischer. „Es war eigentlich das Spiel, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten die Kontrolle, wir hatten Chancen“, meinte der Austria-Kapitän. Dennoch vermisste Fischer etwas Grundlegendes. „Wir haben nicht diese Energie auf den Platz bekommen. Wenn du so eine Chance hast auf ein Finale, mit den Zuschauern im Rücken ... das ärgert mich am meisten“, erklärte der Mittelfeldmann.

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„Wenn du so eine Chance hast auf ein Finale, mit den Zuschauern im Rücken ... das ärgert mich am meisten.“

Manfred Fischer

Helm: „Niederlagen gehören dazu“
Fischer ließ durchblicken, dass die Niederlage ein schwerer Schlag für das Selbstvertrauen der davor von Sieg zu Sieg eilenden Austria sein könnte. Jeder müsse dies nun für sich aufarbeiten, so der 29-Jährige. „Morgen sind wir wieder da. Ich hoffe, dass es jeder so mental verarbeitet hat, dass er weitermachen kann. Denn dann geht es in der Meisterschaft weiter.“

Coach Helm wollte nicht so weit gehen. „Wir sind Sportler, Niederlagen gehören dazu. Wichtig ist, dass wir wieder den Kopf hoch nehmen und schauen, was wir besser machen können“, betonte er.

Seiner Elf hätten Lösungen gegen die Defensive der Hartberger gefehlt, urteilte Helm. Er erinnerte auch an einen seiner Lehrmeister. „Ich habe mit Thorsten Fink zusammengearbeitet. Er hat gesagt, dass die Niederlage im Champions-League-Finale (mit Bayern München 1999, Anm.) ihm mehr gebracht hat als alle Titel, die er geholt hat“, meinte Helm. „An dem müssen wir wachsen, das gehört dazu in einer Fußballerkarriere. Dann kann man es in Zukunft besser machen.“

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