Wer sagt, dass Karl Nehammer keinerlei Qualifikationen im Bereich des Bankwesens habe, um Direktor der Europäischen Investitionsbank zu werden?
Erstens hat er als Regierungschef allzu oft das Geld fremder Leute, nämlich jenes der Steuerzahler, investiert. Und das, wie wir wissen, nicht allzu glücklich. Und vor seiner Zeit als Regierungsmitglied hat er natürlich immer wieder beim Bankomaten Geld abgehoben. Das sollte als Beweis für bankenspezifisches Fachwissen wohl genügen.
EINERSEITS müsste man ja lachen, wäre es nicht zum Weinen wegen der Kaltschnäuzigkeit, mit der hier Postenschacher betrieben wird.
ANDERERSEITS wird sich der gelernte Österreicher nicht wirklich über diesen Vorgang wundern. Vor Nehammer hat nämlich sein ÖVP-Kollege Molterer diesen Job innegehabt. Und wie Nehammer wurden natürlich auch alle anderen ÖVP-Spitzenpolitiker – wie auch ihre Kollegen aus den anderen Parteien – allzu oft standesgemäß versorgt.
Wenn sie nicht wie Sebastian Kurz und Alfred Gusenbauer auf der Basis ihrer politischen Beziehungen gleich in die Klasse der Millionen-Verdiener aufrückten, winkten eben entsprechende Jobs. Sei’s in Brüssel oder im heimischen sozialpartnerschaftlichen Bereich. Für die Roten etwa bei der Arbeiterkammer, für die Schwarzen vielleicht bei Raiffeisen, für die Grünen in irgendwelchen NGOs und sogar für den ein oder anderen gut vernetzten ehemaligen Blauen. Das ist Österreich!
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