Die Zuständigen der Feldkircher Volkspartei, mit Bürgermeister Manfred Rädler an der Spitze, werden nach ersten Sondierungsgesprächen mit den Grünen und den Freiheitlichen nun vertiefende Koalitionsgespräche mit der FPÖ führen.
„Wir sehen mit der FPÖ die größte Schnittmenge“, begründet Wolfgang Flach, Parteiobmann und Verhandlungsführer der Volkspartei, die Entscheidung. Trotz Verlusten – 2020 holten die Schwarzen unter Wolfgang Matt noch 40,48 Prozent und 15 Mandate in der Stadtvertretung, 2025 waren es nur mehr 35,7 Prozent und 13 Sitze – ist die ÖVP die stärkste Fraktion im Stadtparlament. Ein Koalitionspartner ist aber mehr denn je vonnöten.
Bereits im Vorfeld der Stichwahl hatte Rädler angekündigt, dass er keinesfalls auf ein Spiel der freien Kräfte vertrauen wolle. Gerade in Zeiten wie diesen sei er auf der Suche nach einem verlässlichen Koalitionspartner, um langfristig die Weichen für das Wohlergehen der Montfortstadt stellen zu können. Offen ließ er zunächst die Frage, ob er mit den Grünen oder der FPÖ koalieren wolle. Auch eine Dreierkoalition mit den Neos schloss er nicht aus.
Nach der geschlagenen Stichwahl und ersten Gesprächen mit den Vertretern der Fraktionen sieht es nach einer Neuauflage der schwarz-blauen Koalition aus. Bereits vor fünf Jahren hatten sich der damalige Bürgermeister Wolfgang Matt und Daniel Allgäuer, der dann die Aufgaben des Vizebürgermeisters übernahm, auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Allgäuer übergab sein Amt 2023 an Andrea Kerbleder. Matt verabschiedete sich im Sommer 2024 in den Ruhestand. Manfred Rädler wurde seitens der Stadtvertretung zum neuen Bürgermeister gewählt. Für ihn stimmte neben seiner eigenen Partei auch die Freiheitlichen.
Zusammenarbeit mit allen Fraktionen
Der nun auch durch die Feldkircher Wählerinnen und Wähler im Amt bestätigte Bürgermeister will künftig aber auch mit den anderen Fraktionen zusammenarbeiten. „Wenn diese Koalition zustande kommt, ist es uns ein großes Anliegen, projekt- und themenbezogen mit ihnen allen gut und konsensorientiert für die positive Entwicklung Feldkirchs zusammenzuarbeiten.“
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