Klipp-Chef verrät

Parkplatz ist für Friseurkette ein Erfolgsfaktor

Oberösterreich
03.04.2025 13:15

Verreist wird, aber womöglich etwas kürzer; beim Einkaufen greift man öfter zu Produkten aus dem Preiseinstiegssegment – die Teuerungen verändern das Verhalten der Konsumenten. Auch vor dem Friseurbesuch macht das nicht Halt. „Wir können unsere Kunden aber auf sehr stabilem Niveau halten“, sagt Gottfried Kraft, Geschäftsführer von Klipp Frisör.

Kommen die Kunden zurück oder schneiden und färben sich jetzt alle daheim die Haare? Diese Frage belastete auch die Macher der Friseurkette Klipp nach der Corona-Pandemie, die zu massiven Einschränkungen im Alltag der Stylingspezialisten geführt hatte. „Aber die Menschen kommen weiter zu uns, um sich den kleinen Luxus zu gönnen, sich wohlzufühlen und auch zu tratschen“, sagt Ewald Lanzl.

Ohne Terminvereinbarung
Im Oktober 1986 hat Lanzl seinen ersten Friseursalon aufgesperrt, heute betreibt die von ihm gegründete Kette 160 Standorte in ganz Österreich. Das Konzept, dass es keine Terminvereinbarung gibt, sondern man quasi auf gut Glück das Geschäft betritt und fragt, ob ein Mitarbeiter Zeit hätte, die Haare zu schneiden und ähnliches, hat sich bewährt, freut sich Lanzl. „Dabei hatten mir vor meinem Start alle abgeraten“, denkt er zurück.

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Wir haben im Vorjahr eine Bonusclub-App lanciert und haben dort mittlerweile 250.000 registrierte Kunden. 80 Prozent von ihnen sind immer wieder bei uns.

Gottfried Kraft, Geschäftsführer Klipp Frisör

Wie hat sich das Konsumentenverhalten verändert? Jene, die jede Woche zum Friseur gehen, gibt’s kaum noch. 61 Prozent der Österreicher gibt aber an, mindestens einmal im Monat einen Salon aufzusuchen. Die Zyklen sind etwas unregelmäßiger geworden. „Wir bemühen uns, durch Zusatzdienstleistungen beim Kunden zu punkten“, sagt Geschäftsführer Gottfried Kraft, der bestätigt: „Die Branche ist im Umbruch.“

Man fürchte sich nicht vor Konkurrenz, betont er, „allerdings muss sie fair sein“, sagt er. Kraft appelliert deshalb an die Branchen-Verantwortlichen, dass sie sich darum kümmern, „dass im Markt sauber gearbeitet wird“.

Eine Modernisierung der Salons ist im Laufen, 12 Standorte erstrahlen schon im neuen Erscheinungsbild. Bestehende Möbel werden dazu auch bearbeitet, nicht alles wird im Sinne der Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit neu gekauft.

„Sind wir einmal wo bekannt, dann kann einiges passieren“
Ob man als Friseur aufgrund des veränderten Einkaufsverhaltens auch die Standortwahl überdenken muss? „Dort, wo wir sichtbar sind und gute Parkmöglichkeiten sind, funktionieren die Salons sehr gut“, verrät Kraft, bestätigt aber auch, dass es immer wieder zu Übersiedelungen kommt. „Sind wir einmal wo bekannt, dann kann einiges passieren, dass wir dort an Umsatz verlieren“, so Kraft, dem bewusst ist: Der Parkplatz ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor.

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