In Feldkirchen/Donau

Schloss Bergheim wird das neue Landesarchiv

Oberösterreich
03.04.2025 13:45

Vor wenigen Monaten wollte man es noch verkaufen, jetzt tut sich eine neue Zukunft für das Schloss Bergheim in Feldkirchen/Donau auf. Das Landesarchiv, derzeit noch in Linz untergebracht, soll ab 2029 dort eine feste Bleibe bekommen. Die Schule im Schloss übersiedelt schon nächstes Jahr.

Die Zentrale des Landesarchivs, derzeit noch in der Anzengruberstraße in Linz untergebracht, ist an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Tausende Dokumente, Urkunden, Gesetzestexte – insgesamt 40.000 Laufmeter Schriftgut – lagern hier.

„Es gibt schon länger das Bestreben, das Landesarchiv zu erneuern“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Er betont auch, dass das Land OÖ gesetzlich dazu verpflichtet ist, bestimmte Dokumente zu sammeln. Und es gibt im Bestand nicht nur Gesetzestexte aus hunderten von Jahren, sondern auch Schätze wie mittelalterliche Bücher, Handschriften von Johannes Kepler oder Anton Bruckner.

Das Landesarchiv in Linz wurde in den 1970er Jahren erbaut (Bild: Hans Kosina)
Das Landesarchiv in Linz wurde in den 1970er Jahren erbaut
Das Schloss Bergheim in Feldkirchen ist ein Ensemble aus 10 Gebäuden (Bild: Land OÖ)
Das Schloss Bergheim in Feldkirchen ist ein Ensemble aus 10 Gebäuden

Günstiger als im Zentralraum
Alles muss zeitgemäß gelagert und verwaltet werden – bei angespannter Budgetlage. Anstatt 45 Millionen in einen möglichen Neubau in Linz zu investieren, greift das Land nun auf eine historische Immobilie im Landesbesitz zurück: Das Schloss Bergheim in Feldkirchen soll adaptiert werden und einen Speicherzubau bekommen. Hier soll das Landesarchiv unterkommen. Das Vorhaben wird aus jetziger Sicht rund 32 Millionen Euro kosten, ist also deutlich günstiger.

Hochzeitslocation bleibt
„Damit wird auch die erste Landesdienststelle, die nicht in der Landeshauptstadt beheimatet ist, Realität“, so Stelzer. Insgesamt sei das eine „nachhaltige Entscheidung. Alles, was im Schloss derzeit noch stattfindet – wie etwa Hochzeiten – kann bleiben.“ Die Schule, die momentan noch im Schloss untergebracht ist, übersiedelt ab dem Schuljahr 2026/27 ins neue Agrarbildungszentrum in Waizenkirchen, das stand aber schon länger fest.

Im Herbst startet das Umwidmungsverfahren, es folgt ein Architekturwettbewerb. Mitte des Jahres 2027 könnte eine zweijährige Bauphase beginnen, wenn der jetzige Zeitplan hält; die Eröffnung wäre dann 2029.

Übrigens: Der Bestand des Landesarchivs wird auch im Projekt „Digitales Gedächtnis“ digitalisiert und ist über Webportale nutzbar.

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