Fahnder schlagen zu

Drogenmafia flutet Flughafen mit Haschisch

Niederösterreich
04.04.2025 05:50

700 Kilo Cannabis haben die Fahnder allein in den vergangenen Monaten am Flughafen Schwechat abgefangen. 25 Drogenkuriere wurden festgenommen – einer von ihnen hatte gar 40 Pakete Haschisch, insgesamt 23 Kilo, in seinem Koffer. Die Ermittler versprechen: „Wir lassen nicht locker.“

Es ist ein Milliardengeschäft, das skrupellose Drogenbosse mit erschreckender Dreistigkeit betreiben: Über verschlüsselte Facebook-Gruppen rekrutieren sie ahnungslose Kuriere, die für einen Gratis-Urlaub und 3000 Euro Cash kiloweise Haschisch aus Thailand nach Europa schmuggeln. Doch die Polizei hält entschlossen dagegen!

Spürnasen am Flughafen vereiteln Drogenschwemme
In den letzten neun Monaten zog die Grenzpolizei am Flughafen Schwechat eine unglaubliche Bilanz: 25 Festnahmen, 700 Kilo Cannabis sichergestellt! Die Kuriere – meist junge Männer und Frauen zwischen 25 und 40 Jahren aus England, Rumänien, den USA, Holland oder der Schweiz – hatten ein klares Ziel: die heiße Ware nach Großbritannien, Deutschland oder Spanien weitertransportieren. Doch für viele endete die Reise nicht in London oder Madrid, sondern in einer österreichischen Gefängniszelle.

Luxusurlaub als Tarnung für knallhartes Drogengeschäft
Die Masche ist immer dieselbe: Die Kuriere werden von der Mafia mit All-inclusive-Reisen nach Thailand (wo Hasch mehr oder weniger legalisiert wurde) gelockt. Am Zielort erhalten sie dann ihren „Auftrag“. In scheinbar harmlosen Koffern verstecken sie vakuumverpacktes Haschisch – oft Dutzende Kilo pro Person. Das Risiko? Hoch. Der Lohn? Lächerlich.

Ein Ermittler schildert gegenüber der „Krone“: „Die meisten Kuriere glauben, sie können unauffällig durchrutschen. Doch wir kennen die Tricks – und lassen uns nicht täuschen!“

Britischer Kurier in letzter Sekunde geschnappt!
Der jüngste Fall zeigt einmal mehr, wie professionell die Polizei am Wiener Flughafen arbeitet: Am 2. April checkte ein 36-jähriger Brite in Bangkok ein, sein Koffer auf dem Weg nach London. Was die Mafia nicht einkalkuliert hatte: die österreichischen Fahnder.

Mit diesem Koffer voll Cannabiskraut wurde ein Brite jetzt am Flughafen Schwechat ertappt.  (Bild: LPD NÖ/SPK Schwechat)
Mit diesem Koffer voll Cannabiskraut wurde ein Brite jetzt am Flughafen Schwechat ertappt. 

Bei einer Gepäckkontrolle dann der Volltreffer: 40 Pakete Haschisch, insgesamt 23 Kilo! Noch vor dem Abflug wurde der Brite gestellt – und zeigte sich sofort geständig. Nun sitzt er in der Justizanstalt Korneuburg und dürfte für Jahre hinter Gittern bleiben.

Der Kampf gegen die Drogenmafia geht weiter
Trotz der massiven Schläge gegen die Organisationen bleibt das Geschäft lukrativ. Die Auftraggeber sitzen meist sicher im Ausland, während ihre Handlanger im Gefängnis landen.

Ein erfahrener Fahnder bringt es auf den Punkt: „Solange es dumme Kuriere gibt, wird die Mafia sie nutzen. Aber wir werden nicht lockerlassen.“ Die Flughafenvorstände Dr. Günther Ofner und Mag. Julian Jäger sind jedenfalls über dieses starke Bollwerk gegen diese speziellen Kriminellen stolz.

Eines ist klar: In Schwechat weht ein harter Wind für Drogenschmuggler. Und wer glaubt, mit einem prall gefüllten Koffer einfach so durchspazieren zu können, landet schneller in der Justizanstalt, als ihm lieb ist. Im Falle des Briten war es jene in Korneuburg!

Auf der Insel sehen sich die Strafvollzugsbehörden mittlerweile vom Ansturm der Drogen-Schleuser überwältigt! Zu deutsch: Die ,prisons‘ seiner Majestät King Charles können viele der Haschisch-Touristen gar nicht mehr aufnehmen.

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