Ausgedehnte Spaziergänge oder Joggingrunden lassen sich zwischen Meiningen und Koblach entlang des Rheindamms und der Frutz unternehmen. Dabei trifft man immer wieder auf naturnahe Biotope, die voller Leben stecken.
Die Frutz entspringt auf rund 1780 Metern Seehöhe am Nordosthang der Löffelspitze im Gemeindegebiet von Laterns im Bregenzerwaldgebirge. Schon gleich auf ihrem ersten Abschnitt vereinigt sie sich mit mehreren Quell-Bächen aus den Bereichen der Oberen Frutz-Alpe sowie der Gampernest-Alpe. Anschließend fließt sie durch das Laternsertal in Richtung Westen. Dabei bahnt sich die Frutz auch ihren Weg durch die wildromantische „Üble Schlucht“, die als Natura-2000 Gebiet unter Schutz steht. In Koblach mündet sie schließlich in den Alpenrhein. Die erste schriftliche Nennung des Flusses datiert auf das Jahr 1127. Das Gewässer wurdw damals als „Fruza“ bezeichnet. Der Name leitet sich wahrscheinlich vom vorromanischen beziehungsweise keltischen Wort für Sturzbach/Felseinschnitt ab.
Aufgrund ihrer mancherorts noch natürlichen Uferbereiche und der vergleichsweise guten Wasserqualität ist der Fluss auch ein wertvoller Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen. Im Gebiet zwischen Meiningen und Koblach bieten die Dämme entlang des Rheins und der Frutz Möglichkeiten für eine gemütliche oder sportliche Freizeitgestaltung: von Fahrradfahren über Reiten, Spazieren oder Joggen. Wer beispielsweise beim Sportplatz in Meiningen startet, der kann eine ausgedehnte Runde bis zur Frutzmündung und retour unternehmen. Die Wege verlaufen eben und sind gut ausgeschildert.
Um den Spaziergang möglichst abwechslungsreich zu gestalten, kann man auf dem Hinweg beispielsweise dem Verlauf des Rheins folgen (Rheindamm) und auf dem Rückweg ins Augebiet der Frutz wechseln. Es bieten sich zudem auch zahlreiche Möglichkeiten für kleinere oder größere Abstecher – beispielsweise bis zur Illspitze (ca. eine weitere Stunde). Bei der Frutzmündung befindet sich ein großzügiger Spielplatz samt Grillstelle. Auch ein Waggon der einstigen Rheinbahn – Relikt der damaligen Rheinregulierung – ist dort ausgestellt. An der Weggabelung nach der Blauen Brücke ist außerdem eine Fahrrad-Reparaturstation eingerichtet. Ein Stück weit vor der Rheinmündung wird die Frutz vom Ehbach unterführt, der einen Kilometer weiter separat in den Rhein mündet. Der Ehbach ist ein rund sieben Kilometer langes Gewässer, das beim Zusammenfluss der Nafla und des Mühlbachs entspringt und in nordwestlicher Richtung die Gemeinde Meiningen durchfließt.
Typ: große Spazierrunde
Dauer: knapp zwei Stunden (je nach Variante)
Ausgangspunkt: Parkplatz beim Sportplatz Meiningen (dann Wegweiser Richtung Frutzmündung folgen)
Ausrüstung: Laufschuhe mit guter Profilsohle, dem Wetter angepasste Kleidung
Einkehrmöglichkeiten: direkt in Meiningen
Lebensraum für unterschiedlichste Tiere
Ab dem Ortsausgang verläuft der Bach parallel zum Rhein und wird rund eineinhalb Kilometer vor der Mündung unter der Frutz durchgeleitet. In den Bereichen, wo die Zuflüsse nicht stark begradigt oder reguliert sind, entstehen kleine Oasen, die nicht nur abwechslungsreiche Naturerlebnisse bieten, sondern auch Rückzugsort für verschiedenste Lebewesen sind: Vögel finden im Dickicht Brutplätze, und Amphibien wie Frösche oder Kröten fühlen sich in Ufernähe wohl. Auch Biber sind hier am Werk. Die scheuen Nager bekommt man jedoch nur äußerst selten zu Gesicht.
Auf die Natur achten
Im Sommer schwirren zudem zahlreiche Libellen durch die Luft. Damit dies auch so bleibt, ist der Umweltschutz entlang der Bachufer ein besonderes Anliegen für die jeweiligen Gemeinden. Denn selbst ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel braucht ungefähr fünf Jahre um zu verrotten, dabei gelangen die Schadstoffe aus der Zigarette (Teer, Nikotin, Arsen, etc.) in Boden und Grundwasser. Ein achtsamer Umgang mit der Natur ist daher essenziell, um die Schönheit und Artenvielfalt dieses Naherholungsgebietes zu bewahren.
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