Maßnahmen in OÖ

Maul- und Klauenseuche kommt immer näher

Oberösterreich
04.04.2025 11:20

Das gefährliche Virus, das Maul- und Klauenseuche auslöst, sorgt auch für Alarmstimmung in Oberösterreich. Notfallpläne wurden bereits ausgearbeitet. Die heimischen Landwirte werden aufgefordert, Maßnahmen zu treffen, um sich zu schützen, damit eine Einschleppung verhindert wird.

Es war 1981, also vor rund 44 Jahren, als die Maul- und Klauenseuche (MKS) das bisher letzte Mal in Österreich registriert wurde. Damals mussten 80.000 Tiere notgeschlachtet werden, um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

Vorsicht geboten
Nun steht die Seuche sozusagen vor den Toren Österreich. „Es ist äußerste Vorsicht geboten. Die Maul- und Klauenseuche rückt gefährlich nahe an die österreichische Grenze heran. Schon ein einziger Fall hätte verheerende Folgen für die heimische Landwirtschaft“, sagt die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) angesichts der drohenden Gefahr. Denn in Ungarn und der Slowakei sind im Grenzgebiet zu Niederösterreich und dem Burgenland in den vergangenen Tagen mehrere Fälle von MKS aufgetreten. Deshalb werden am Samstag auch 23 Grenzübergänge (zwei davon in Niederösterreich) vorübergehend geschlossen. Im Burgenland werden zudem in den kommenden Wochen 660 Betriebe kontrolliert.

Zitat Icon

Es steht Spitz auf Knopf. Wir müssen nun wirklich alles daransetzen, eine Einschleppung zu verhindern.

Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger

OÖ wichtiger Agrarstandort
Aber auch in Oberösterreich bereitet man sich vor. Immerhin hat unser Bundesland 30 Prozent des Rinder- und 40 Prozent des Schweinebestands im ganzen Bundesgebiet. „Ein Seuchenausbruch würde nicht nur einzelne Betriebe schwer treffen, sondern hätte dramatische Auswirkungen auf den gesamten Agrarstandort Oberösterreich“, warnt Langer-Weninger. Deshalb sollten sich die heimischen Betriebe wappnen. Umfassende Hygienemaßnahmen und Schutzkleidung sind ebenso unerlässlich wie die Dokumentation aller Besuche und Tiertransporte. Die Rinder und Schweine sollten regelmäßig auf Symptome (Blasenbildung, Lahmheit und Fieber) kontrolliert werden.

Das Bundesheer ist auch im Einsatz 
„Höchste Wachsamkeit und strenge Biosicherheitsmaßnahmen sind jetzt das Gebot der Stunde!“, so Langer-Weninger. Das ist auch ein Grund, warum Österreich nun auch 53 Soldaten der „Austrian Forces Disaster Relief Unit“ (AFDRU) zu einem Seucheneinsatz in die Slowakei schickt. Übrigens: Für uns Menschen ist das Virus ungefährlich.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt