Herbe Verluste

Porsche SE will nun wieder in das Rüstungsgeschäft

Wirtschaft
03.04.2025 18:35

In der tiefen Krise auf dem Automarkt sieht sich die Vermögensholding nun nach neuen Geschäftsfeldern um – und liebäugelt mitunter mit dem Rüstungsgeschäft.

Milliardenverluste werden geschrieben, verzweifelte Manager setzen den Rotstift an, wo es geht. Dem noch nicht genug, sorgt die US-Zollpolitik, die erhebliche konjunkturelle Folgen haben könnte, für zusätzliche Verunsicherung. So muss auch die börsennotierte Porsche SE Holding aktuell einen Nettoverlust in Höhe von 20 Milliarden Euro verbuchen.

Nun wird – neben der Automobilbeteiligung – Ausschau nach einem dritten Standbein gehalten, wie Vorstandschef Hans Dieter Pötsch laut „Manager Magazin“ bejahte. Der Fokus könnte hier auf den Verteidigungssektor gelegt werden.

„Leopard“ geht auf Porsche zurück
Neuland ist die Bundeswehr für den Konzern nicht. So schuf ab 1958 die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH als Generalunternehmer unter der Bezeichnung „Typ 814“ den neuen Standardpanzer für die junge Bundeswehr, berichtet unter anderem die Zeitschrift „Europäische Sicherheit & Technik“. Von Bedeutung waren hier vor allem Erkenntnisse aus dem Weltkrieg, an dem das Konstruktionsbüro Porsche beteiligt gewesen war. Als das Gefährt im Oktober 1963 in den Dienst gestellt wurde, wurde es auf „Leopard“ getauft.

Porsche bemühte sich infolge um einen weiteren Auftrag der Bundesrepublik – mit dem Porsche Typ 597. Aufgrund seiner offenen Karosserieform wurde der Geländewagen auch als „Kübelwagen“ bezeichnet. Wie für Porsche typisch, wurde das Fahrzeug mit einem luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor aus dem zivilen Porsche 356 angetrieben. Den Truppenversuch bestand der Porsche jedoch nicht – er unterlag der DKW Munga der damaligen Autounion (heute Audi A6). Unter der Bezeichnung „Lkw 0,25 to gl“ wurde dieser im Jahr 1956 bei der Bundeswehr eingeführt.

Beteiligung an Drohnen
Vorerst dürfte die Porsche SE Unternehmensbeteiligungen anstreben. Seit dem Jahr 2024 ist sie laut der Zeitschrift „Europäische Sicherheit & Technik“ an dem Drohnen-Startup Quantum-Systems beteiligt. Dort würden Drohnen hergestellt, die auch militärisch zum Einsatz kommen.

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