Schutz für Mitarbeiter

Tesla baut Spezialräume wegen gewalttätiger Kunden

Wirtschaft
03.04.2025 21:53

Die Marke Tesla wird immer unbeliebter, seit Konzernchef Elon Musk in der US-Politik mitmischt. Auch die Mitarbeiter sind vom Unmut der Kunden betroffen: Nun hat das Unternehmen sogar Schutzräume eingerichtet, damit sich die Angestellten bei gewalttätigen Übergriffen in Sicherheit bringen können.

Tesla hat sehr viel an Wert verloren, seit Musk von US-Präsident Donald Trump eine wichtige Rolle in seinem Regierungsteam bekommen hat. Als Chef der Behörde Doge soll er den Staatsapparat radikal verkleinern – und geht dabei mit teils rabiaten Methoden vor. Das kommt nicht bei allen Bürgern gut an. Die Abneigung gegen das Gebaren des schwerreichen Beraters des Staatsoberhaupts überträgt sich auch auf die E-Fahrzeuge seiner Automarke Tesla. 

So häufen sich in den USA Vandalismusakte auf Tesla-Fahrzeuge, Händler und Ladestationen der Marke. Sogar in Italien wurde zuletzt ein Showroom angezündet, 17 E-Autos wurden dabei abgefackelt. 

Abgefackelte Tesla-Fahrzeuge nach Vandalismus in Rom (Bild: EPA/MASSIMO PERCOSSI)
Abgefackelte Tesla-Fahrzeuge nach Vandalismus in Rom

Mitarbeiter können in Schutzräume flüchten
Nun handelt das Unternehmen offenbar und trifft Vorsichtsmaßnahmen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, wurden in einigen Tesla-Filialen eigene Schutzräume für Mitarbeiter eingerichtet. In diesen Räumlichkeiten sollen die Angestellten vor Vandalismusakten von wütenden Kunden sicher sein. Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf ein internes Dokument des Unternehmens mit dem Titel: „Security for Managers: Threats and Aggression Against Your Team“ (zu Deutsch: Sicherheit für Manager: Bedrohungen und Aggressionen gegen dein Team).

Tesla gibt Tipps im Umgang mit Aggro-Kunden
Darin ist festgehalten, dass sich Mitarbeiter in Showrooms fürchten könnten, da es gewalttätige Kundschaft gebe. Einige Gebäude seien aus diesem Grund so eingerichtet worden, damit Angestellte einen Zugang zu einem sicheren Raum haben, in den sie sich bei Angriffen flüchten können. Auch zum Umgang mit aufgebrachter Kundschaft finden sich Tipps in dem internen Papier: Mitarbeiter sollten Empathie zeigen und verbale Attacken nicht persönlich nehmen, wird geraten. Solche schwierigen Gespräche könnten die Angestellten in Rollenspielen mit ihren Kollegen üben. 

Cybertrucks werden Ladenhüter
Auch die Verkaufszahlen der einst noch begehrten Automarke gehen drastisch zurück. Kein Wunder, da Tesla-Besitzer sich fürchten müssen, dass ihr Fahrzeug beim Parken auf der Straße beschmiert oder angezündet wird. Besonders unbeliebt dürfte der Cybertruck sein, der sich regelrecht zum Ladenhüter entwickelt. Autos im Wert von 200 Millionen Dollar sind praktisch unverkäuflich.

Auch großzügige Rabattaktionen helfen nicht, den Absatz anzukurbeln. Der SUV ist für Tesla ein massives Verlustgeschäft: Experten schätzen, dass noch nicht einmal die Entwicklungskosten eingenommen worden sind, seit der Cybertruck vor fünf Jahren vorgestellt wurde. Dass zuletzt eine große Rückrufaktion gestartet werden musste, weil Karosserieteile von Cybertrucks gefallen waren, wird bei den Verkaufszahlen wohl auch nicht helfen ...

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