Nächste Schritte fix

So holt sich KTM jetzt weitere Hunderte Millionen

Oberösterreich
04.04.2025 07:34

600 Millionen Euro für die Quote an die Gläubiger und für die Verfahrenskosten, dazu das Hochfahren der Produktion – von etwa 800 Millionen Euro an Geldbedarf spricht KTM im Kampf um die Zukunft. Freitagfrüh gab der Motorradhersteller bekannt, wie er zumindest einen Teil davon finanzieren will.

Dienstagfrüh hatte die Pierer Mobility AG bekannt gegeben, dass die 50 Millionen Euro, die zum weiteren Hochfahren der Produktion in Mattighofen notwendig sind, bereits bei KTM eingelangt sind. Damit war auch das tagelange Rumoren um den Motorradhersteller wieder etwas verstummt.

Drei Tage später machten die Mattighofener erneut von sich reden. Freitagfrüh gab das Unternehmen nämlich bekannt, wie es einen Teil der benötigten Geldmittel aufstellen wird. Einerseits will man Aktien zum Ausgabepreis von 7,50 Euro ausgeben und so 150 Millionen Euro einnehmen.

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Aufgrund des für das Geschäftsjahr 2024 zu erwartenden negativen Ergebnisses, das einen Verlust des halben Grundkapitals nach sich ziehen wird, hat der Abschlussprüfer seine Redepflicht ausgeübt. Aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben ist wegen des Verlusts des halben Grundkapitals eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen.

Die Pierer Mobility AG in einer Aussendung am 4. April 2025

Bajaj überwies bereits die nächsten 50 Millionen Euro
Andererseits zeigt sich auch der indische Pierer-Partner Bajaj noch großzügiger als geplant. War zuvor immer die Rede davon gewesen, dass Bajaj 150 Millionen Euro für das Hochfahren der Produktion bereitstellt, ist nun klar, dass sogar 200 Millionen Euro für KTM reserviert sind. Im Kampf um die Liquidität für das Hochfahren der Produktion verschaffte man sich hier nun gewaltig Luft: Waren die für den April notwendigen 50 Millionen Euro erst auf den letzten Drücker und damit am Montag überwiesen worden, so landeten die nächsten 50 Millionen Euro jetzt schon am Donnerstag auf dem Konto.

Unabhängig von diesen beiden Schritten läuft nach wie vor der Investorenprozess, für den sich Pierer Mobility ja die renommierte Citibank an Bord geholt hatte. Der nach wie vor nicht definierte Geldgeber muss wohl zumindest etwa 450 Millionen Euro mitbringen, um in Zukunft auch ein starkes Wort bei KTM mitreden zu dürfen. Wie viel und ob Bajaj noch einmal etwas zu den bereits bekannten 200 Millionen Euro nachlegt, ist nicht bekannt.

Quote muss bis 23. Mai überwiesen werden
KTM war ja am 29. November 2024 mit drei Gesellschaften in die Insolvenz geschlittert. Die Passiva beliefen sich letztlich auf 2,23 Milliarden Euro. Am 25. Februar gab es die Zustimmung der Gläubiger zum Sanierungsplan, der eine 30-Prozent-Quote vorsieht. Das Geld muss bis 23. Mai am Treuhandkonto von Sanierungsverwalter Peter Vogl einlangen.

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