Kakaopreis explodiert:

So trotzen Kärntens Schokoprofis der Krise

Kärnten
04.04.2025 12:00

Süßes aus Massenproduktion wird stets teurer – kleine Hersteller wie Craigher in Friesach können mit Nachhaltigkeit gegensteuern.

Schock an der Supermarktkasse, wo sich der Preis für einfache Schokoladentafeln verdoppelt hat! Woran es liegt, weiß auch Hanna Craigher von der gleichnamigen Schokoladenmanufaktur in Friesach: „Der Kakaopreis ist von 2500 auf 13.000 Pfund pro Tonne gestiegen! Schuld sind Ernteausfälle durch den Klimawandel und vor allem Spekulanten, die auf Rohstoffe wetten. Nur wer langfristige Verträge mit kleinen Produzenten hat, kann da bestehen.“

Friesachs Hasen-Handarbeit (Bild: Wassermann Kerstin)
Friesachs Hasen-Handarbeit

Erhöhung um nur fünf Prozent
Craigher etwa verwendet keinen Industriekakao, sondern feinste Ware aus Venezuela und begehrten Wildkakao aus Bolivien, angebaut von Bauern, ohne Konzerne im Nacken. „So konnten wir bisher die Preise halten, müssen jetzt nur um fünf Prozent erhöhen. Würden wir wie Massenfertiger kalkulieren, würde eine Tafel acht Euro kosten. Doch das ist dem Konsumenten einfach nicht zumutbar“, so Craigher. So würde man als gesunder Familienbetrieb eben auf Margen verzichten, bis sich der Kakaomarkt beruhigt – die Entspannung zeichnet sich zum Glück bereits ab. Spätestens die Weihnachtsschokolade sollte also günstiger werden.

Zuvor kommt aber noch der Osterhase: Wie viele haben die 14 Schokokünstler in Friesach heuer gezaubert? „Bisher an die 2000, aber wir fertigen laufend weiter“, so Seniorchef Dieter. Nur bei den Produkten aus Wildkakao heißt es schnell sein.

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