Maul- und Klauenseuche

Virus: Burgenland ruft jetzt Bundesheer zu Hilfe

Burgenland
04.04.2025 13:06

Das Burgenland wird für Desinfektionsmaßnahmen im Zuge der Maul- und Klauenseuche an den Autobahn-Grenzübergängen Kittsee (A6) und Nickelsdorf (A4) einen Assistenzeinsatz des Bundesheeres anfordern. An den geöffneten Grenzübergängen in der weiteren Sperrzone werden Seuchenteppiche eingerichtet. 21 kleine Grenzübergänge werden in der Nacht auf Samstag gänzlich geschlossen.

Das teilte der Krisenstab des Landes Freitagmittag gegenüber der APA mit. Beim Bundesheer ist die offizielle Anforderung des Landes noch nicht eingetroffen. Man stehe bei Bedarf aber jederzeit bereit, die Gesundheitsbehörden zu unterstützen, erklärte Markus Matzhold.

Das österreichische Heer ist aktuell in der Slowakei bei Dekontaminationsmaßnahmen mit 50 Soldaten im Einsatz.

Hier sind Grenzübertritte möglich
Die 21 kleinen Grenzübergänge werden ab 5. April 00.00 Uhr bis 20. Mai 2025 gesperrt. Weiterhin möglich ist der Grenzübertritt an den großen Übergängen Kittsee-Jarovce, Nickelsdorf-Hegyeshalom 1 und 2, Pamhagen-Fertöd, Klingenbach-Sopron, St. Margarethen-Sopronköhida, Rattersdorf-Köszeg sowie allen Übergängen in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf.

An den geöffneten Grenzübergängen in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt Umgebung und Oberpullendorf – dies ist die erweiterte Sperrzone – wurden am Freitag von der Baudirektion des Landes Seuchenteppiche eingerichtet. Diese sollen die Einschleppung des Virus durch einreisende Kraftfahrzeuge verhindern.

Nicht notwendige Fahrten nach Ungarn und Slowakei unterlassen
Diese Flächen, auf denen Desinfektionsmittel aufgetragen wird, werden dann von allen Fahrzeugen aus Ungarn oder der Slowakei passiert. Bei den Desinfektionsmaßnahmen an den Autobahn-Grenzübergängen Kittsee und Nickelsdorf soll der Assistenzeinsatz des Bundesheeres unterstützen. Zusätzlich befinde sich das Land in Abstimmung mit der Asfinag, hieß es weiters. Es wurde auch appelliert, nicht notwendige Fahrten über die Grenzen nach Ungarn und die Slowakei derzeit zu unterlassen.

Landwirtschaftskammer appelliert an Bevölkerung
Ins selbe Horn stößt diesbezüglich auch die Landwirtschaftskammer (LKÖ): Neben dem Appell, nicht notwendige Reisen in von der Seuche betroffene Gebiete in der Slowakei und Ungarn zu unterlassen, rief sie auch dazu auf, fremde Ställe nicht zu betreten und generell den Kontakt zu Klauentieren zu meiden. 

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Diese hochansteckende Seuche kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, Bauernfamilien in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden und zu großem Tierleid führen.

LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger

Hunde in Risikogebieten an die Leine
Darüber hinaus wird gebeten, Hunde in Risikogebieten an der Leine zu halten. Denn das Virus kann auch über Hundefell übertragen werden. Ratsam sei es auch, keine Fleisch- und Milchprodukte aus den betroffenen Ländern über die Grenze zu bringen, hieß es.

„Diese hochansteckende Seuche kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, Bauernfamilien in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden und zu großem Tierleid führen. Helfen wir alle zusammen, um das zu verhindern – auch im Sinne unserer Versorgungssicherheit“, so LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger in der Mitteilung.

In weiteren Bundesländern werden aufgrund der jüngsten Entwicklungen ebenfalls Maßnahmen gesetzt. Neben abgesagten Rinderschauen in Niederösterreich und Salzburg wurden teilweise auch Streichelzoos vorsorglich gesperrt – etwa in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Oberösterreich. Zudem werden Bauern mit Viehhaltung zu Vorsorge- und Hygienemaßnahmen aufgerufen.

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