Die österreichischen Slalom-Meisterschaften am niederösterreichischen Hochkar endeten mit einem Tiroler Dreifachsieg durch Simon Rueland, Joshua Sturm und Dominik Raschner. Für die eigentliche Sensation sorgte allerdings Super-G-Spezialist Lukas Feurstein, der die „Slalom-Experten“ im zweiten Lauf ganz alt aussehen ließ.
„Ich werde bei den Exekutivmeisterschaften auf der Reiteralm nach dreijähriger Pause ein Slalom-Comeback geben“, hatte Lukas Feurstein im großen „Krone“-Interview am vergangenen Sonntag verraten. „Das wird ein Kaltstart – mit einer möglichen Zugabe bei den Staatsmeisterschaften am Hochkar“.
Kaltstart bei Exektuiv-Meisterschaften
Der „Kaltstart“ am Mittwoch verlief akzeptabel. Der 23-jährige Mellauer fuhr im einzigen Durchgang 2,04 Sekunden hinter Joshua Sturm, 1,27 Sekunden hinter Fabio Gstrein, sowie Oskar Heine (+0,93) und Johannes Strolz (+0,76) auf Rang fünf. Seinen bis dahin letzten Slalom hatte Lukas, der vor wenigen Tagen beim Weltcupfinale in Sun Valley (US) zuletzt im Super-G für den einzigen Saisonsieg der ÖSV-Herren sorgte, am 26. März 2022 bestritten. Da war er bei den deutschen Meisterschaften in Seefeld auf Rang zehn gefahren. Kurz davor hatte der Head-Pilot Soldeu (And) als 25. seine ersten und bis heute einzigen Europacup-Punkte im Slalom holen können.
Starker Lauf mit Nummer 38
Ab der Saison 2022/23 wanderte Feursteins Fokus ganz auf Riesentorlauf und Super-G, für den Slalom blieb keine Zeit mehr. Umso sensationeller, was am Freitag am Hochkar geschah. Bereits im ersten Lauf überraschte er trotz der hohen Nummer 38 mit der 21. Laufzeit. Auf die Halbzeitführenden Simon Rueland und seinen Mellauer Vereinskollegen Jakob Greber verlor er jedoch 2,75 Sekunden.
Feurstein hat nichts verlernt
Dass er das Slalom-Fahren trotz dreijähriger Pause aber ganz und gar nicht verlernt hat, bewies Feurstein dann im Finale. Mit Nummer 10 gestartet, knallte er eine Laufzeit von 50,86 Sekunden in den Schnee, die keiner der „Slalom-Spezialisten“ mehr unterbieten konnte. So nahm er Staatsmeister Rueland 77 Hundertstel ab und war gleich 1,05 Sekunden schneller als Johannes Strolz (Olympia-Silber im Slalom 2022) und Adrian Pertl (Slalom-Vizeweltmeister 2021). Am Ende konnte Feurstein ganze elf Plätze gut machen und belegte in der Endabrechnung Rang elf, 1,98 Sekunden hinter Rueland.
Kein dauerhaftes Comeback
„Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, wieder mal auf den Slalomskiern zu stehen“, verriet Feurstein danach der „Krone“. „Und nein, ich habe sicher nicht damit gerechnet, dass ich zweiten Lauf Bestzeit fahre. Aber das wird für die Zukunft nichts ändern, mein Schwerpunkt wird weiterhin auf den Disziplinen Riesentorlauf und Super-G liegen.“ Ein dauerhaftes Slalom-Comeback scheint also weiterhin ausgeschlossen...
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