Von allem viel für 7

Hyundai Ioniq 9: Platz, Reichweite, Ladetempo

Motor
04.04.2025 15:56

Bis der Hyundai Ioniq 9 auf den Markt kommt, dauert es noch ein halbes Jahr, aber das Warten zahlt sich aus, wie wir bei einer Preview im kleinen Kreis (leider nicht im wörtlichen Sinn) erfahren konnten. Der elektrische Siebensitzer bietet nicht nur eine riesige Batterie und viel Reichweite, sondern auch viel Platz und ein angenehmes Ambiente.

Der Ioniq 9 ist mit 5,06 Meter Länge das größte Modell der Elektrofamilie auf Basis des von Hyundai und Kia genutzten E-GMP-Baukastens. Mit 3,13 Metern bietet er auch den längsten Radstand der E-GMP-Welt. Die Front wirkt bullig wie bei einem Range Rover. Dazu kommen viele Leuchteinheiten im typischen Pixel-Stil der Marke. Auffällig ist, wie rund die Front wirkt – man hat aus der Reichweitendifferenz zwischen Ioniq 5 und Ioniq 6 wohl die richtigen Schlüsse gezogen.

Das gleiche Bild in der Seitenansicht: Wer ein kastenförmiges Format wie beim Technik-Bruder Kia EV9 erwartet, wird überrascht. Beim Ioniq 9 steigt die Windschutzscheibe vergleichsweise flach an. Zudem verläuft das Dach in einem weiten Bogen, der nach hinten deutlich flacher wird und im Bereich mit der Heckklappe senkrecht abfällt. Diese Form und die sich nach hinten leicht verjüngenden Flanken sind Teil des aerodynamisch optimierten Designs, auf das auch geglättete Flächen und Übergänge, der Verzicht auf eine physische Antenne im Dachbereich sowie digitale Außenspiegel einzahlen.

(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)

All diese Maßnahmen drücken den cW-Wert auf niedrige 0,26. Mit klassischen Außenspiegeln liegt er immer noch bei 0,27 und damit immerhin 0,01 unter dem des Schwestermodells Kia EV9.

Selbstverständlich schließen die elektrisch ausfahrbaren Türgriffe des Ioniq 9 im geschlossenen Zustand bündig mit dem Türblech ab. Ebenfalls bündig sind die Buchstaben des Ioniq-Schriftzugs in der Heckklappe, auf der sich ebenfalls die für neuere Hyundai-Modelle typischen Pixel-Leuchtelemente wiederfinden.

Wohnlich und geräumig
Wie bei den anderen Ioniq-Modellen befinden sich im Pralltopf des Lenkrads vier weitere Pixel-Leuchten, die unter anderem als Ladeanzeige dienen. Weiter unten gibt es das Beschleunigungspedal mit dem +-Symbol. Freundlich helle Farben, das große Panorama-Glasdach und das viele Bereiche warm ausleuchtende Ambientelicht verleihen dem Innenraum einen wohnlichen Lounge-Charakter. Pfiffig gelöst ist die große, in Längsrichtung verschiebbare Mittelkonsole, die sich für die Passagiere in den ersten beiden Reihen öffnen lässt und über zwei Ablagefächer mit 5,6 und 12,6 Liter Volumen verfügt.

(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)
(Bild: Stephan Schätzl)

Das aufgeräumte Cockpit bietet ein in zwei Segmente unterteiltes XL-Display, das bogenförmig vorm Fahrer steht. Die hinter der digitalen Oberfläche verborgene Rechnertechnik sorgt für schnelle, flüssige Abläufe und zeitgemäße Vernetzung. Auch in Sachen KI-Integration, Over-the-Air-Updates oder Features on Demand braucht die Infotainment-Bühne keinen Vergleich zu scheuen.

Top: Es gibt echte Drehknöpfe für die Temperaturregulierung sowie ein ganzes Bedienpaneel für die Klimasteuerung – allerdings nicht mit Touchflächen statt Knöpfen. Die gibt es jedoch zum Glück am Multifunktionslenkrad. Und auch sonst hat Hyndai nicht komplett auf Tasten verzichtet. Ebenso wenig auf einen Lautstärkeregler.

Die dritte Sitzreihe ist obligatorisch
Der entsprechend geräumige Innenraum ist immer dreireihig bestuhlt. Dabei kann der Kunde in der mittleren Reihe zwischen zwei Einzelsitzen und einer Dreierbank wählen. Die Einzelsitze sind je nach Ausführung entweder drehbar oder elektrisch verstellbar und mit einer Lounge-Funktion gesegnet.

Durch einen raffinierten Klappmechanismus der zweiten Reihe lässt sich auch die dritte Reihe bequem erreichen. Der Entfaltungsspielraum ist hier allerdings etwas eingeschränkt. Wenn sich alle Insassen arrangieren, können dennoch drei ausgewachsene, an die 1,90 Meter große Mannsbilder weiter als nur auf Kurzstrecken reisen.

Hinter der Rückenlehne ist immerhin Platz für 338 Liter Gepäck. Werden die Lehnen der dritten Reihe flachgelegt, erhöht sich der Stauraum nach VDA-Norm auf 908 Liter. Hinzu kommt ein 52 bis 88 Liter großer Frunk.

Stärker als der Kia-Bruder
Der Ioniq 9 basiert zwar auf der bekannten E-GMP-Plattform, doch Hyundai setzt auf mehr Leistung und Batteriekapazität als beim Baukastenbruder EV9. Im Fahrzeugboden ist eine 110-kWh-Batterie untergebracht, die mit drei Antriebsvarianten kombiniert werden kann. Den Einstieg markiert die heckgetriebene Version mit 160 kW/218 PS, dazu kommen zwei Allradversionen mit wahlweise 70 kW/95 PS oder 160 kW/218 PS starkem Frontmotor. Damit leistet die Topversion 320 kW/435 PS, also 37 kW/50 PS mehr als der stärkste EV9, der es auf maximal 283 kW/385 PS und 99,8 kWh Akkukapazität bringt.

Die 4WD Performance genannte Topversion beschleunigt in 5,2 Sekunden auf 100 km/h, ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Dank der mächtigen Batterie bietet die RWD-Version bis zu 620 Kilometer Reichweite. Als vorläufigen Verbrauchswert gibt Hyundai für die einmotorige Antriebsvariante 19,4 kWh an. Dank der 800-Volt-Architektur lässt sich die Batterie schnell füllen. Stehen 350 kW Ladeleistung zur Verfügung, dauert die Aufladung von 10 auf 80 Prozent 24 Minuten.

In der Gegenrichtung bietet der Ioniq 9 über eine 220-Volt-Steckdose eine Vehicle-to-Load-Funktion, die gerade beim Campen sehr praktisch sein kann – ebenso wie die Anhängelast von 1600 kg (2WD) oder 2500 kg (4WD).

Bestellbar ist der Hyundai Ioniq 9 bereits: ab 69.990 Euro ist bereits mehr als nur das Wichtigste an Bord, vom Adaptivtempomaten samt Spurfolgeassistent und dem kompletten Assistenzpaket über Sitz- und Lenkradheizung und Zweizonen-Klimaautomatik bis hin zu Parksensoren rundum und Rückfahrkamera. Im September sollen die ersten Exemplare zu den Händlern rollen.

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