Die Landesberufsschule für IT, Mechatronik und Elektrotechnik in Salzburg motivierte Mädchen im Kindergartenalter spielerisch. Denn die Zahlen sind ernüchternd: Immer noch dominieren klassische Rollenbilder die spätere Berufswahl. Engagierte Damen in technischen Berufen fehlen.
Die mit Sicherheit jemals jüngsten „Schülerinnen“ an der Landesberufsschule 4 lauschen gespannt. „Wir haben hier ein Stromkreisspiel“, erklärt Lehrer Phillip Wersinger das Brett mit Drähten und Klemmen. Die Kleinen fahren mit einem Stab an Drähten entlang. Es leuchtet und summt.
Bei Station zwei haben die Mädchen ihr eigenes Memory „programmiert“. Selbst gemalte Tier-Bilder und selbst vertonte Tierstimmen werden auf einen Bildschirm eingespielt. Per QR-Code können die Kinder ihr Spiel dann sogar mit heim nehmen. „Sie sind richtig aufgeregt“, freut sich Pädagogin Anja Utz. Berufswünsche haben die Mädels schon im Kopf. Frida will einmal Ärztin werden, Elina Lehrerin.
Immer noch sehr traditionelle Rollenbilder
Schuldirektor Wolfgang Hyden hofft darauf, dass sich einige noch für technische Berufe entscheiden. Denn der Mädchen-Anteil an seiner Schule mit den Berufen Elektrotechnik, Mechatronik und IT ist gering. Nur fünf Prozent von 1200 Schülern sind weiblich.
Trotz Initiativen wie Spürnasenecke oder Girls Day dominieren insgesamt traditionelle Rollenbilder die Berufswahl. Bei den Lehrberufen der Mädels stehen immer noch Klassiker ganz oben. 18,7 Prozent der Lehrmädchen gehen in den Handel, gefolgt von Büro, Friseur und Verwaltung.
Unter den Top 10 findet sich nur ein einziger technischer Beruf“, so Manfred Jenni von der Bildungsdirektion. Anders das Bild bei den Buben. Die meisten Lehrlinge wählten zuletzt Elektro-, Metall- und KFZ-Technik.
Schule lädt zum Servicetag ein
Die Berufsschule veranstaltet am Dienstag (8.April, 8 bis 16 Uhr) wieder den Servicetag, wo Schüler allen Salzburgern kostenlos Beratung und Hilfe zu Computer, Handy und Internet anbieten.
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