US-Präsident Donald Trump eckt mit seiner radikalen Politik auch im eigenen Land an. Doch wo bleibt der Widerstand? Nachdem Trump zum ersten Mal Präsident geworden war, gingen Millionen wütende Amerikaner auf die Straße. Diesmal blieben die Massenproteste aus – bis jetzt.
Am Samstag sind in Washington und zahlreichen anderen Städten in den Vereinigten Staaten Proteste gegen Trumps Regierung geplant. Die Veranstalter erwarten Zehntausende Teilnehmer landesweit.
Proteste gegen Trump und Musk
„Donald Trump und (Tech-Milliardär) Elon Musk glauben, das Land gehöre ihnen. Sie nehmen sich alles, was sie in die Finger bekommen können“, heißt es in dem Aufruf zu den Protesten unter dem Banner „Hands off!“ (Finger weg). Zu den Rednern in Washington gehören nach Informationen der Nachrichtenseite Axios mehrere Abgeordnete der Demokraten.
Bis jetzt nur verhaltener Widerstand
Bisher gab es in den USA wenig große Kundgebungen gegen die das ganze Land umwälzende Politik der Trump-Regierung. Ende März hatte es mehrere Proteste gegen Trump-Berater Musk gegeben, der mit dem Spargremium Doge massive Kürzungsprogramme und Stellenstreichungen etwa bei Ministerien vorantreibt. Auch Tausende Wissenschaftler hatten bereits in Washington gegen Kürzungen und die Regierung protestiert.
Barack Obama: Niemand kommt zur Rettung
Nun melden sich auch bekannte Gesichter aus den Reihen der Demokraten kritisch zu Trumps Politik zu Wort. „Ich habe eine Weile zugeschaut“, sagt etwa der frühere US-Präsident Barack Obama. Und er motiviert die Bevölkerung zu Widerstand: Es liege an den Menschen in den USA, das Problem zu lösen. Es werde niemand zur Rettung kommen, betont er gegenüber dem Sender CNN.
„Ein großes Gefühl der Angst“
Auch die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris äußert sich seit längerer Zeit wieder zur Regierung. Sie sei sich bewusst, dass Trumps Rückkehr ins Oval Office „ein großes Gefühl der Angst“ ausgelöst habe, sagt sie – und ruft zu Mut auf. Es habe viele Dinge gegeben, von denen die Menschen gewusst hätten, dass sie passieren würden, sagte Harris.
Einer tat doch was ...
Der links stehende Senator Bernie Sanders jedoch hatte Initiative ergriffen und war durchs Land getourt, um bei seinen Auftritten vor Tausenden Menschen Kritik an Trump und dessen Regierung zu üben. Man müsse blind sein, um nicht zu sehen, dass es heute in den USA eine Regierung der Milliardäre, gesteuert von Milliardären und gemacht für Milliardäre gebe, zeigte er sich gegenüber dem Sender NPR aufgebracht.
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