Der Sauftourismus auf Europas beliebtesten Partymeilen wie etwa Lignano und am Ballermann ist geprägt von wilden Partys und hemmungslosem Alkoholkonsum. Um dem negativen Image entgegenzuwirken, werden in der heurigen Urlaubssaison verstärkt Maßnahmen getroffen, um exzessives Feiern einzudämmen und die Lebensqualität für Anrainer & Co. vor Ort zu verbessern.
Der (Sauf-)Tourismus in Lignano und Palma steht bekanntlich für ungezügeltes Feiern, bei dem junge Urlauber sich tagsüber an den Strandbars und nachts in Clubs exzessiv dem Alkoholkonsum hingeben.
Während Lignano vor allem für Maturareisen und organisierte Partytrips wie „Tutto Gas“ bekannt ist, gilt der Ballermann auf Mallorca als Inbegriff des Partytourismus mit Schlagermusik, Eimern voller Cocktails und legendären Locations wie dem Bierkönig oder Megapark. Doch mit dem hemmungslosen Feiern soll bald Schluss sein ...
Mallorca: Kurz vor dem Beginn der Sommersaison hat die Stadt Palma auf Mallorca ein neues Sicherheitskonzept für den von deutschen Urlaubern als Ballermann bezeichneten Strandabschnitt vorgestellt. Reisende müssen sich auf Kameras, Drohnen und zusätzliche Ordnungshüter einstellen.
„Die Exzesse an der Playa de Palma der vergangenen Jahre sollen sich nicht wiederholen“, sagte Bürgermeister Jaime Martínez. In der Vergangenheit hatten Besucher der Feiermeile immer wieder mit Saufexzessen, Prügeleien, Vergewaltigungen und Vandalismus für negative Schlagzeilen gesorgt.
Maßnahmen gültig ab 17. April
„Es geht darum, 24 Stunden rund um die Uhr für Sicherheit zu sorgen“, betonte der Bürgermeister. Zahlreiche negative Schlagzeilen über Alkohol- und Gewaltexzesse haben dem Tourismusort in den letzten Jahren ein Image verschafft, von dem sich die spanische Regierung verabschieden will. Ab dem 17. April sollen die neuen Maßnahmen starten.
Lignano: Nach schon im Vorjahr erfolgreichen verstärkten Überwachungen setzen die Carabinieri auch heuer wieder auf mehr Kontrollen und weniger Chaos. Bürgermeisterin Laura Giorgi erklärte, dass der Verkauf von alkoholischen Getränken in Flaschen und Dosen künftig nur noch zeitlich eingeschränkt stattfinden wird.
Besonders im Fokus: Der Verkauf ab bestimmten Uhrzeiten. Auch die Musik wird an den Abenden leiser gedreht. Schon um Mitternacht soll Schluss sein mit den ganz lauten Klängen, ausgenommen natürlich für Konzerte und DJ-Sets.
Unter anderem werden auch die Lokale in Lignano nicht länger als bis 2 Uhr nachts geöffnet bleiben dürfen, Geschäfte müssen spätestens um 1 Uhr schließen. Ein weiteres Novum: Am Strand gilt ab 20 Uhr ein striktes Badeverbot.
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