Kritik an Behörden

Nach Todesdrama auf A2: Falscher Lenker in U-Haft?

Niederösterreich
05.04.2025 20:00

Nach Unfalldrama auf der Südautobahn nahm die Polizei den 52-jährigen Kleinbuslenker in Gewahrsam. Sein Anwalt kritisiert nun die ermittelnden Behörden scharf – der Lkw-Fahrer aus Peru ist hingegen noch frei!

Seit mehr als 25 Jahren fährt der beschuldigte Ukrainer (52) berufsmäßig auf europäischen Straßen kreuz und quer, doch nach dem schrecklichen Unglück bei Scheiblingkirchen (NÖ) steht sein Leben auf dem Kopf.

Wie berichtet, wurden beim Unfall zwischen einem voll besetzten Kleinbus und einem spanischen Lkw – chauffiert von zwei Peruanern – vier Insassen getötet und vier Personen schwer verletzt. Der Lenker des Mercedes Vans, er brachte acht ukrainische Altenpflegerinnen von Mailand in die Heimat, sitzt nun seit Donnerstag in U-Haft.

Am Dienstag fuhr ein mit acht Personen besetzter Kleinbus auf einen Lkw auf. Vier Insassen starben, der Lenker sitzt in Haft. (Bild: Einsatzdoku)
Am Dienstag fuhr ein mit acht Personen besetzter Kleinbus auf einen Lkw auf. Vier Insassen starben, der Lenker sitzt in Haft.

Der Vorwurf von Behördenseite: fahrlässige Tötung – zudem herrsche „Flucht- und Verdunkelungsgefahr“. Hintergrund sei Sekundenschlaf und ein Umbau, der wohl zur Todesfalle im Auto wurde.

Schwerste Verletzungen durch Blechplatte
Denn eine Blechplatte trennte die letzte Sitzreihe vom Kofferraum. Und genau diese fügte den Frauen im Rückraum die schlimmsten Verletzungen zu. Einer Frau sollen die Beine abgetrennt worden sein. Diese „Wand“ soll auch für den Tod zumindest einiger Passagiere verantwortlich sein, doch die wurde bereits vor dem Ankauf des „Taxis“ eingebaut.

Ukrainer nur „Bauernopfer“, Peruaner frei
Für Anwalt Roman Tenschert ist der Ukrainer nur das Bauernopfer. „Mein Mandant wurde trotz seiner Verletzungen, des Schocks und der schweren Vorwürfe zuerst sogar ohne Anwalt einvernommen. Hauptschuld trägt aber mit Sicherheit der Unfallgegner“, so Tenschert zur „Krone“.

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Mittlerweile haben sich auch Angehörige der Opfer bei mir gemeldet, damit ich die Habseligkeiten entgegennehme.

(Bild: www.ra-tenschert.at/)

Roman Tenschert kämpft für angeblichen Todeslenker.

Fakt ist, der Beschleunigungsstreifen vor Ort ist relativ kurz und der Lkw dürfte auf der Auffahrt trotz Nachrang einfach losgefahren sein ...

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