Sechs Jahre nach Ibiza

Gudenus hat sein iPad wieder – und sagt Danke

Innenpolitik
05.04.2025 16:59

Fast sechs Jahre sind seit Auffliegen der Ibiza-Affäre rund um Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Wiens Ex-Vizebürgermeister Johann Gudenus  (beide FPÖ) vergangen. Bereits im vergangenen Sommer stellte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die letzten Ermittlungen ein. Doch erst jetzt bekam Gudenus sein iPad wieder zurück, wie er in den sozialen Medien bekannt gab. Er bedankte sich artig – jedoch mit einer kräftigen Portion Zynismus ...

„Ich bedanke mich bei der WKStA für die fast sechsjährige Aufbewahrung meines iPads. Ich weiß, sie wollten nur an die Spiele, konnten aber den Code nicht knacken. Denen ist wirklich etwas entgangen“, schreibt der ehemalige blaue Spitzenpolitiker augenzwinkernd auf Instagram.

Worauf er sich bei den „Spielen“ konkret bezieht, blieb er schuldig. Mutmaßlich nahm er aber Bezug auf Heinz-Christian Strache, der seinerzeit bekanntlich monatlich bis zu 3000 Euro für das Mobile Game „Clash of Clans“ ausgegeben haben soll. Ob auch Gudenus gerne mal online zockt, ist nicht überliefert.

Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache auf den berüchtigten Ibiza-Aufnahmen (Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)
Johann Gudenus und Heinz-Christian Strache auf den berüchtigten Ibiza-Aufnahmen

Alle Verfahren gegen Gudenus eingestellt
Die WKStA ermittelte ab 20. Mai 2019 gegen den früheren FPÖ-Klubobmann und Wiener Vizebürgermeister infolge der Ibiza-Videos. Die WKStA eröffnete ein Verfahren gegen ihn und vier andere Verdächtige wegen des Verdachts auf Untreue, Anstiftung zur Untreue und Vorteilsannahme zur Beeinflussung ein. Am 12. August 2019 folgte auch eine Hausdurchsuchung bei ihm und den vier weiteren Verdächtigen, wo auch elektronische Geräte beschlagnahmt wurden. Darunter auch offenbar Gudenus‘ iPad.

In der Folge stand Gudenus immer wieder im Fokus von Ermittlungen und es wurden einige Verfahren eröffnet, die jedoch in der Folge allesamt wieder eingestellt wurden. Das letzte Verfahren (Causa Casinos Austria) wurde im vergangenen November eingestellt.

Anders als Strache wagte Gudenus seither jedoch kein politisches Comeback. Erst im vergangenen Oktober schloss der dreifache Familienvater gegenüber krone.tv ein solches erneut aus.

Millionen-Klage und eskalierte Wohnungsparty
Privat sorgte er jedoch immer wieder für gehörigen Wirbel. So forderte ein US-Investor heuer in einem Banken-Krimi 750 Millionen Dollar Schadenersatz – u.a. von Gudenus. Mittlerweile ist die Rekord-Sammelklage jedoch wieder vom Tisch. Und im Vorjahr sorgte Gudenus in einer pikanten Causa rund um eine eskalierte Wohnungsparty in Wien für kurze Zeit für medialen Wirbel.

Nach langer Eiszeit hat Gundeus mit Strache laut eigener Aussage nun wieder normalen Kontakt. „Nicht mehr so wie früher, aber man tauscht sich aus“, so Gudenus. 

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