Herzstillstand, Atemnot: 32 Retter des Roten Kreuzes übten am Samstag im Bildungs- und Einsatzzentrum Laubegg spezielle Szenarien, um unter Zeitdruck Leben zu retten. Beim ersten Szenarien-Training mit dabei: Notfallsanitäterin Vanessa Sackl aus Deutschlandsberg und Bernhard Wintersperger aus Graz.
Sie zogen Spritzen auf, griffen zum Absauggerät, klebten Defibrillator-Elektroden auf den Oberkörper der Übungspuppe: Am Samstag probten 32 Notfallsanitäter des Roten Kreuzes im Bildungs- und Einsatzzentrum Laubegg für den Ernstfall. In Stresssituationen muss jeder Handgriff sitzen – dafür braucht es aber viel Übung. Und die wird im südsteirischen „Rot-Kreuz-Schloss“ ab sofort monatlich angeboten, wo die Helfer in Kleingruppen speziell entwickelte Einsatztrainings durchlaufen. Alles unter den strengen Blicken von sogenannten Instruktoren.
Arbeiten im Team ist entscheidend
„Die Schwerpunkte liegen auf der entsprechenden Evaluierung der Lage, der richtigen Notfalldiagnose und natürlich den fachspezifischen Fähigkeiten“, erklärt Berthold Petutschnigg, steirischer RK-Chefarzt. Im Fokus stehen zudem das Arbeiten im Team und die Kommunikation mit dem Notarzt vor Ort oder dem Telemediziner, der via Telefon für die Rettungsmannschaften erreichbar ist.
Beim ersten Szenarien-Training mit dabei: Notfallsanitäterin Vanessa Sackl aus Deutschlandsberg und Bernhard Wintersperger aus Graz. „Die Ausbildung hilft uns, bei fordernden Einsätzen Patienten optimal helfen zu können“, sagt der 34-Jährige zur „Krone“. Diese Übungstage müssen künftig zumindest einmal in zwei Jahren von jedem Notfallsanitäter in der Grünen Mark besucht werden.
Diese erweiterte Ausbildung ersetze „in keiner Weise die Notärzte, sondern diene ausschließlich der bestmöglichen Ausbildung und Einsatzvorbereitung unserer Notfallsanitäter“, betont das steirische Rote Kreuz.
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