US-Geheimdienst:

Putin will neben Ukraine Teile Europas einnehmen

Außenpolitik
20.12.2025 19:16

Kremlchef Wladimir Putin hat – ungeachtet der an diesem Wochenende in Miami (US-Bundesstaat Florida) stattfindenden angeblichen Friedensgespräche – offenbar noch mehr Blutvergießen im Sinn. So soll er neben der Eroberung der gesamten Ukraine auch Teile Europas im Visier haben.

Bei den Geheimdiensten der Vereinigten Staaten schrillen die Alarmglocken: Russlands Machthaber wolle Teile Europas zurückgewinnen, die zum damaligen Sowjetimperium gehört hatten. Davor warnten sechs mit den US-Geheimdiensten vertraute Quellen gegenüber Reuters. „Die Geheimdienste haben immer darauf hingewiesen, dass Putin mehr will. Die Europäer sind davon überzeugt. Die Polen sind absolut davon überzeugt. Die baltischen Staaten glauben, dass sie als nächste (nach der Ukraine) dran sein werden“, erklärte Mike Quigley, Mitglied des Geheimdienstausschusses des US-Repräsentantenhauses.

Dadurch ergibt sich ein völlig anderes Bild als jenes optimistische, das US-Präsident Donald Trump und seine Friedensvermittler zu zeichnen versucht hatten – es fügt sich dafür aber umso besser in Putins jüngst demonstrierte Kompromisslosigkeit samt Hasstiraden ein.

Putins Pressekonferenz am Freitag wurde auch an Häuserwänden in Moskau übertragen.
Putins Pressekonferenz am Freitag wurde auch an Häuserwänden in Moskau übertragen.(Bild: EPA/MAXIM SHIPENKOV)

Kompromiss ist für die Russen wohl ein Fremdwort
Bei seiner großen Jahrespressekonferenz am Freitag hatte sich der Kremlchef betont unnachgiebig gezeigt. Russland sei zum Frieden bereit – zu seinen Bedingungen, gab er bekannt und brüstete sich in der landesweit vom Fernsehen übertragenen Veranstaltung mit weiteren militärischen Erfolgen. Zu den seit langem bekannten Forderungen Moskaus gehören unter anderem ein Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt sowie die Abtretung weiterer Gebiete an Russland.

Putin beschimpfte Westen als „europäische Schweinehunde“
Am Mittwoch hatte der skrupellose russische Staatschef bei einer Besprechung mit hochrangigen Militärs den Westen als Sündenbock für die Aggression in der Ukraine hingestellt: „Im Grunde hat der Westen selbst den Krieg entfacht. Wir versuchen nur, das zu beenden.“ Auch versuchte der grimmige Präsident, sein Land als Opfer des Zerfalls der UdSSR zu präsentieren. „Und die europäischen Schweinehunde schlossen sich an in der Hoffnung, sich zu bereichern, etwas zurückzugewinnen, was in früheren historischen Perioden verloren gegangen war“, schimpfte Putin.

Kriegsdrohungen gegen Wien im Fernsehen
Daraufhin hatte auch noch der russische TV-Hetzer Wien mit Krieg gedroht. Ein Krieg mit Europa sei unvermeidbar, „auch wenn dank Trump unsere berechtigten Forderungen erfüllt werden“, wetterte Wladimir Solowjow. „Wir müssen Wien wieder befreien“, fordert er und fügte dem hinzu: „Wobei die Österreicher vielleicht wieder zur Besinnung kommen.“

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