Weniger Gewinn

Kununu-Zukauf belastet Karrierenetzwerk Xing

Web
06.05.2014 11:20
Eine TV-Werbekampagne und eine Firmenübernahme haben den Gewinn des Karrierenetzwerks Xing im ersten Quartal halbiert. Obwohl das Online-Portal Nutzerzahl und Umsatz fast ungebremst steigerte, sank der Überschuss von zwei Millionen auf eine Million Euro. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Das zum deutschen Burda-Verlag gehörende Unternehmen steckte von Jänner bis März 3,8 Millionen Euro in Werbung, mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Zuletzt hatte Xing sein Angebot für zahlende Mitglieder neu gestaltet, was sich nach Firmenangaben bereits auszahlt. In Österreich hat Xing derzeit rund 600.000 Mitglieder. 32 Prozent greifen mobil auf das Netzwerk zu. Zwei von drei mobilen Zugriffen erfolgen über das iPhone, rund jeder vierte über ein Android-Gerät.

Kununu-Übernahme belastet Xing-Finanzen
Belastet wurde das Ergebnis von Xing auch durch die Übernahme des Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu im vergangenen Jahr. Einer der Verkäufer war das Management, mit dem Xing einen von der Geschäftsentwicklung abhängigen Nachschlag vereinbart hat. Diesen Kaufpreisanteil muss Xing über mehrere Quartale hinweg als Personalaufwand vom Ergebnis abziehen - eine halbe Million Euro war es in den ersten drei Monaten. Der Konzern hatte seine Aktionäre zuletzt mit einer Ergebniskorrektur negativ überrascht, weil diese Komponente nach Unternehmensangaben im vergangenen Jahr falsch verbucht worden war.

Weil Xing erneut viele Berufstätige und Arbeitgeber für kostenpflichtige Angebote gewinnen konnte, stieg der Quartalsumsatz um 16 Prozent auf 23 Millionen Euro. Damit lag das Erlöswachstum im Durchschnitt des vergangenen Jahres, als Xing Kununu hinzugekauft hatte. Die Mitgliederzahl in den deutschsprachigen Ländern stieg vom Jahresbeginn bis Ende März um fünf Prozent auf 7,3 Millionen. Damit hat Xing sich in seinem Kernmarkt zwar eine starke Position erarbeitet. International liegen die Hamburger aber selbst mit ihren insgesamt gut 14 Millionen Mitgliedern weit hinter dem US-Rivalen LinkedIn, der zuletzt rund 280 Millionen Nutzer zählte.

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