Die Ebenthalerin Agnes Jan ist nicht nur Österreichs frisch gewählte Behindertensportlerin dieses Jahres, sondern auch auf heimischen Boden seit drei Jahren unbesiegt.
Viermal Gold bei den österreichischen Parkinson-Meisterschaften in Klagenfurt: Seit 2024 holt Agnes Jan alle zwölf möglichen Titel im Tischtennis! Im Sportpark Klagenfurt verteidigte die Ebenthalerin die Meistertitel in der offenen Klasse, der Klasse 1 im Damen-Doppel mit ihrer neuen Partnerin Christine Knapp (K) und im Mixed mit Roland Wimmer (OÖ). Die Weltmeisterin wurde zusätzlich zum zweiten Mal in Folge zu Österreichs Tischtennis-Sportlerin des Jahres mit Behinderung gewählt und bekam den Pokal aus den Händen von Hubert Dobrounig, des Präsidenten des Österreichischen Tischtennis Verbands (ÖTTV), im Beisein von Horst Ollram, dem Vorsitzenden für Breitensport und Gesundheit.
Bei den dritten Parkinson-Meisterschaften waren 12 Damen und 25 Herren aus 7 Bundesländern am Start.
2019 war bei Jan Parkinson diagnostiziert worden. „Mein Neurologe hat immer gesagt; bewegen, bewegen, den Muskeln Befehle geben“, erzählte Jan einmal in einem „Krone“-Gespräch. „Tischtennis fördert genau das, was Parkinson nimmt: Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten.“
Längst ist Jan nicht nur in ihrer sportlichen Therapie erfolgreich, sondern auf der Medaillenjagd unschlagbar.
Mit dem Alter nimmt die Anzahl der Nervenzellen ab; ein Prozess, der bei Parkinson beschleunigt verläuft. Nervenzellen, die für die Bildung des Botenstoffes Dopamin zuständig sind, sterben ab. Daher kommt es zum typischen Parkinson-Symptom der langsamen Bewegung. Die Krankheit hat aber viele verschiedene Ausprägungsformen. Warum genau die Nervenzellen zerstört werden, ist noch unklar. Neben Medikamenten ist regelmäßige Bewegung enorm wichtig, denn kann sich ein an Parkinson Erkrankter nicht mehr bewegen und wird bettlägerig. Thrombosen und Lungenentzündungen können dann auch frühzeitig zum Tod führen.
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